Die Digitalkameras dieser Kategorie sind digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs). Alle Kameras bieten eine sehr gute Bildqualität. Desweiteren bieten alle umfassende Einstellmöglichkeiten wie Programm-Automatik mit Programmshift, Blenden- und Zeitautomatik, manuelle Einstellungen für Blende, Zeit, Focus und Weißabgleich; Anschlußmöglichkeiten für Blitzgeräte und Filter. Die Unterschiede zu den teureren semi-professionellen DSLRs bestehen hauptsächlich in Ausstattung, Bedienkomfort und Geschwindigkeit.
Meine Empfehlung ist die sehr umfassend ausgestattete Canon EOS 550D.
Empfehlenswerte DSLRs sind die sehr schnelle Canon EOS 550D, die Nikon D5000 mit Videofunktion oder die sehr gut ausgestattete Nikon D90. Sehr interessant ist die kleine Olympus E-620 mit Livebild, Schwenkmonitor und Bildstabilisator. Besonders für Umsteiger von einer Bridge- oder Superzoom-Kamera sind die neuartigen Systemkameras wie die Panasonic Lumix G2 oder die Sony alpha SLT-A55V empfehlenswert.
Die Nikon D90 bietet als eine der ersten digitalen Spiegelreflexkameras neben einer LiveView-Funktion auch eine Videofunktion. (5 Minuten HD-Format 1280x720 oder 20 Minuten 640x424 mit 24fps) Dabei ist allerdings der AF nicht aktiv. Es ist nur eine manuelle Scharfstellung (und Zoomen) möglich. Durch die wesentlich geringere Schärfentiefe gegenüber einer Kompaktkamera ergibt sich damit eine Arbeits- und Darstellungsweise ähnlich einer professionellen Videokamera.
Viel wichtiger aber für den Fotografen sind die Weiterentwicklungen für die Hauptanwendung: der CMOS-Sensor löst nun 12 Megapixel auf, als Kit-Objektiv wird das 18-105mm Zoom mit optischem Bildstabilisator mitgeliefert. Der Monitor wuchs auf 3'' und löst wesentlich höher auf. Gegenüber der D80 wurde die AF- und die Serienbildgeschwindigkeit (4,4 Bilder/sec) gesteigert. Konstant geblieben sind das Speichermedium (SD/SDHC-Karte) und der LiIon-Akku.
Im LiveView-Modus ist jetzt auch eine Gesichtserkennung möglich. Scharfgestellt wird in diesem Modus über den Bildsensor - dies geht zwar langsamer als über die AF-Sensoren, erspart dafür aber den lästigen Spiegelschlag zum fokussieren.
Die Bildqualität konnte gegenüber der schon sehr guten Vorgängerin trotz der gestiegenen Auflösung nochmals erhöht werden. Zum einen ist das Bildrauschen selbst bis hoch auf ISO 1.600 sehr gering, zum anderen der darstellbare Objektkontrast sehr hoch. Die Auflösung ist selbstverständlich auf hohem Niveau. Die Bildqualität ist auf jeden Fall kein Grund mehr eine teurere Kamera zu kaufen.
Das AF-System arbeitet mit 11 Sensoren (incl. 1 Kreuzsensor) und bietet diverse Einstellungen vom Einzelfeld-AF (das der Anwender innerhalb der 11 Messfeldern festlegen kann) über die AF-Dynamik (die vom vorgewählten AF-Feld zum nächsten übergeht wenn das Motiv dessen Bereich verlässt) bis zum 3D-Tracking, das Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit des Motivs vorrausberechnet. Eine vollautomatische AF-Feldwahl ist auch vorhanden.
Die Nikon D90 bietet verschiedene Möglichkeiten der elektonischen Fotokorrektur. Zum einen gibt es eine automatische Schattenaufhellung zum Kontrastausgleich (in 4 Stufen), die direkt nach dem Foto angewendet wird (wahlweise kann man auch ein Foto unbearbeitet, eins bearbeitet erstellen lassen). Oder man wendet diese Funktion nachträglich an, genauso wie die Funktionen zur Korrekur von roten Augen, diverse Farbfilter oder dem Beschnitt der Bilder. Man kann sogar eine Fish-Eye-Simualtion aufrufen, Verzeichnungen korrigieren oder den Horizont gerade stellen. Ob man das alles braucht oder ob man nicht besser auf die Bildbearbeitung am PC zurückgreift?
Auf jeden Fall erhält man mit der Nikon D90 eine hervorragende Kamera mit sehr guter Bildqualität und großem Funktionsumfang. Als Einsteiger-DSLR kann man sie kaum noch bezeichnen, konkurriert sie doch fast schon mit der semi-professionellen D300 aus gleichem Haus. Wer nicht aus beruflichen Gründen das robustere Gehäuse benötigt kann getrost auch zur kleineren D90 greifen.
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Die Canon EOS 550D ist das Topmodell unter den Einsteiger-DSLR von Canon. Die Auflösung des CMOS-Sensors beträgt 18 MP. Die EOS 550D kann mit SD/SDHC und SDXC-Karten umgehen. Den Strom für ca. 550 Aufnahmen liefert ein LiIon-Akku.
Zur Bildanzeige kommt ein besonders hoch aufgelöstes 3'' Display zum Einsatz, das reflexionsarm beschichtet ist. Für die Fokussierung während des LiveView stehen nun 3 Möglichkeiten zur Verfügung: über Kontrast-Autofokus (wie bei einer Kompakten) ohne den Spiegel herunter zu klappen; über die dedizierten AF-Sensoren mit Spiegelklappen oder manuell mit 10-fach-Lupe. Belichtung und Weißabgleich werden bei der LiveView-Anzeige berücksichtigt.
Die Aktivierung des Displays kann über Augensensoren unter dem Sucher gesteuert werden. Zur Vermeidung von Staubablagerungen auf dem Sensor wurden antistatische Materialien verwendet. Hat sich trotzdem Staub abgesetzt, wird er einfach durch einen integrierten Mechanismus abgeschüttelt. Der Serienbildmodus schafft 6 RAW oder endlose JPG bei 3.7 Bildern/sec. Weitere erwähnenswerte Features: Belichtungsreihen u.a. für Weißabgleich und Blitzbelichtung, vorausberechnende Schärfenachführung, Abblendtaste, Blitzsalve als AF-Hilfslicht, E-TTL II Blitzbelichtungsmessung und (drahtlose) -steuerung. Videos lassen sich in FullHD mit 30 Bildern/sec aufzeichnen. Die Auto-ISO-Funktion ist nun nach oben begrenzbar und es wurde das aufwendige Belichtungsmesssystem aus der Canon 7D verbaut.
Insgesamt bietet die EOS 550D eine sehr gute Leistung und eine sehr gute Ausstattung. Die Bilder sind bis ISO 1600 nahezu rauschfrei.
Ebenfalls noch im Programm sind die älteren Modelle EOS 500D und EOS 450D.
Die EOS 500D unterscheidet sich nur in wenigen Details von der EOS 550D: der Sensor löst mit 15 MP auf. Die Videos werden nur mit 20 fps aufgezeichnet, die Blende lässt sich dabe nicht vorwählen. Das Display löst mit 921.000 Pixel etwas schwächer, aber immer noch sehr gut auf. Auto-ISO ist nicht begrenzbar, das Belichtungssystem entspricht dem der EOS 450D und zur Fokussierung im LiveView muß man statt des Auslösers die *-Taste nutzen.
Die EOS 450D bietet immer noch einen - auch preislich - attraktiven Einstieg. Die wichtigsten Unterschiede sind die geringere Auflösung von 12 MP und das deutlich schlechter aufgelöste Display. Außerdem muß man auf eine Videofunktion verzichten und es kommt ein älterer Bildprozessor zum Einsatz. Im großen und ganzen keine schwerwiegenden Einschnitte - ausführlichen Testbericht lesen
Für das kleinere Budget hat Canon den kleinen Bruder EOS 1000D im Angebot. Die EOS 1000D unterscheidet sich hauptsächlich in folgenden Punkten von der teureren EOS 450D: 10-MP-Sensor; nur 12-Bit-Farbtiefe (statt 14 Bit) - damit entfällt auch die Tonwertprioritätsfunktion; kleineres Sucherbild mit 0,81facher Vergrößerung; nur 7 statt 9 AF-Punkte; keine Spotmessung; keine IR-Fernbedienung möglich; Serienbildfunktion 3 Bilder/sec bei JPG und 1.5 Bilder/sec bei RAW; Monitorgröße 2,5'' ohne automatische Monitorabschaltung, weniger griffiges Gehäuse. Zu guter letzt ist die Größe und das Gewicht etwas geringer. Ab einem Preisunterschied von 100 EUR wird das Angebot trotzdem interessant.
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Die Nikon D5000 ergänzt das Einstiegssegment von Nikon mit einer videofähigen Spiegelreflex. Der CMOS-Sensor löst 12 Megepixel auf, beherscht Live-View und HD-Video. Im Live-View-Modus wird ausschließlich über den Bildsensor mit Kontast-AF fokussiert. Zusätzlich beherscht die D5000 den Porträt-AF mit bis zu 5 Gesichtern und eine Motivverfolgung, die ein einmal fokussiertes Motiv verfolgt. Die Belichtung kann im vorraus simuliert werden, ein Live-Histogramm gibt es aber nicht. Im Videomodus ist nur manuelles Fokussieren möglich. Videos werden mit 24 Bildern/sec mit bis zu 1280 x 720 Pixeln (HD) aufgezeichnet. HD-Videos maximal bis 5 Minuten oder 2 GB. Geringer aufgelöste Videos dürfen bis 20 Minuten lang sein. Zur Ausgabe steht eine HDMI-Schnittstelle zur Verfügung. Gespeichert wird auf SD/SDHC-Karten und als Akku kommt ein LiIon-Typ zum Einsatz.
Neben den üblichen Programmen (PASM) stehen auch 6 Motivprogramme und weitere 13 Szeneprogramme zur Verfügung. Das AF-System der D5000 verfügt wie die D90 über 11 Messpunkte und einen zentralen Kreuzsensor. Zum Schutz vor Verschmutzungen des Sensors kommt ein Reinigungssystem zum Einsatz. Eine Belichtungsreihenfunktion und Bracketing für Weißabgleich und D-Lightning sind ebenfalls verfügbar. Mit D-Lightning kann automatisch oder in 4 Stufen der Kontrast ausgeglichen werden. Die D5000 muss wie die D60 und D40 auf einen AF-Motor verzichten, daher können nur Objektive mit eigenem Motor eingesetzt werden.
Der Monitor dient sowohl der Bildanzeige, als auch der Parameterdarstellung. Die Anzeige wechselt automatisch vom Quer- ins Hochformat. Der Monitor ist um einen Drehpunkt an der Unterseite dreh- und schwenkbar.
Die Bildqualität kann sich durchaus mit der teureren D90 messen. Bei der Darstellung von feinen Details bei höheren ISO-Werten ist sie der Konkurrenz von Canon überlegen. Dafür fokussiert die Canon schneller.
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Nikon D5000 - Das Kamerahandbuch
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Die Olympus E-620 ist eine besonders gut ausgestattete Kamera des 4/3-Systems. Die Auflösung von 12 Megapixel kann man als Standard betrachten. Die Ausstattung mit einem dreh- und schwenkbaren Display fürs Liveview und einem integrierten Bildstabilisator dagegen ist immer noch relativ selten. Durch den Schwenkmonitor wird das LiveView erst richtig sinnvoll und zusätzliche Funktionen wie Belichtungsvorschau, Live-Histogramm und Gesichtserkennung erleichtern Umsteigern von Prosumerkameras das Leben. Das Gehäuse der E-620 ist besser verarbeitet als bei den kleineren Kameras der E-Reihe und hat einen gut ausgeprägten Handgriff. Trotzdem ist sie immer noch eine der kleinsten und leichtesten Spiegelreflexkameras. Etwas enttäuschend dagegen die Wahl der Speichermedien. Neben den in DSLR-Kreise verbreiteten CF-Karten nimmt die E-620 noch die ungeliebten xD-Karten. Ein SD-Kartenschacht wäre die bessere Wahl gewesen, aber wahrscheinlich meint Olympus Abwärtskompatibilität zu seinen älteren Kameras anbieten zu müssen. Das AF-System benutzt 7 Messfelder. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit zur manuellen Korrektur und voll manuellen Scharfstellung, sowie einen kontinuierlichen AF. Der Sucher ist aufgrund des 4/3-Systems kleiner als bei anderen DSLRs, daher fällt das manuelle Scharfstellen nicht immer leicht. Im LiveView steht dafür eine 5 bis 10fache Lupe zur Verfügung. Der AF funktioniert auch hier, ist dann allerdings etwas langsamer. Außerdem funktioniert der AF im Liveview nicht mit allen 4/3-Objektiven. Teilweise wird dann beim Auslösen erst noch der Spiegel heruntergeklappt um nochmal endgültig scharfzustellen. Zur Individualisierung können sehr viele Einstellungen konfiguriert werden und es steht eine programmierbare Funktionstaste zur Verfügung. Neben den üblichen automatischen und manuellen Modi stehen 20 Motivprogramme zur Verfügung. Ärgerlich ist, dass Olympus immer noch den Marketing-Quatsch mit seinen xD-Karten treibt: nur mit einer Olympus xD-Karte im Speicherschacht funktioniert das Motivprogramm für Panoramafotos. Unglaublich, dass sich dieses Ärgernis nun schon seit über 8 Jahren hält. ISO-Werte sind von 100 bis 3.200 möglich und die ISO-Automatik kann sowohl nach oben als auch nach unten begrenzt werden. Ebenso löblich: die Belichtungskorrektur umfasst eine Spanne von +/- 5 Stufen. Ebenfalls unglaublich detailliert sind die Blitzfunktionen. Neben einer Blichtbelichtungskorrektur lässt sich die Leistung in einem weitem Bereich einstellen, die kürzeste Blitz-Synchronzeit zwischen 1/30 und 1/180 einstellen und der interne Blitz kann sogar als Steuergerät zum entfesselten Blitzen benutzt werden. Insgesamt sind die Einstellmöglichkeiten mit den Profigeräten von Nikon und Canon vergleichbar. Etwas geringer ist die Leistung im Serienbildmodus, der nur 5-6 Bilder in der höchsten Geschwindigkeit von 4 Bilder/sec erlaubt. Reduziert man die Geschwindigkeit allerdings auf 3 Bilder/sec kann man zumindest JPGs endlos fotografieren.
Die Bildqualität nimmt bei steigendem ISO-Wert schneller ab als bei DSLRs mit größerem Sensor. Für den Hobbygebrauch erhält man aber eine Kamera mit sehr guter Ausstattung zu einem verhältnismäßig günstigen Preis und die Bildqualität ist allemal besser als alles was gängige Superzoom oder Prosumerkameras bieten.
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Olympus E-620: Das Buch zur Kamera
Olympus RM-1 Fernbedienung
Olympus PT-E06 Unterwassergehäuse für E-620
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Bilora Geotagger 118 Photo-GPS
Es fällt nicht leicht die Panasonic Lumix DMC-G2 in eine herkömmliche Kategorie einzusortieren. Ist sie eine Spiegelreflexkamera ohne Spiegel oder ist sie eine 'kompakte' Digicam mit Wechselobjektivsystem? Die Lumix DMC-G2 ist der Versuch die Vorteile aus beiden Welten in einem neuen System namens Micro FourThirds zu vereinen.
Panasonic verwendet in der G2 den Sensor einer 4/3-Spiegelreflexkamera, lässt aber die komplette Spiegelmechanik weg. Dadurch wird die Kamera kleiner und leichter und auch die Objektive können dadurch kleiner ausfallen. Das Sucherbild wird wie bei Kompaktkameras direkt vom Sensor auf einen kleinen Sucher (oder das schwenkbare 3''-Display) weitergeleitet. Dieser Sucher ist so hochauflösend, dass man fast vergessen kann das man es hier mit einer digitalen Anzeige zu tun hat. Bei starken Helligkeitsänderungen oder schnellen Bewegungen merkt man leichte Einbußen in der Darstellungsqualität. Dafür gewinnt man eine echte Belichtungsvorschau incl. Weißabgleich und (optional) Histogramm hinzu. Zudem ist der Sucher deutlich größer und heller als ein vergleichbarer einer 4/3-DSLR. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann man mit diesem elektronischen Sucher noch mehr erkennen als durch einen herkömmlichen.
Die G2 verwendet auch zum Scharfstellen den Sensor. Dadurch ergeben sich aber keine Nachteile, die Panasonic ist sogar schneller als manche Einsteiger-DSLRs. Die Vorteile des neuen Konzepts machen sich auch hier bemerkbar: die G2 verfügt sowohl über eine Gesichtserkennung, als auch eine Motivverfolgung. Ein einmal anvisiertes Motiv kann ständig im Focus behalten werden - selbst dann noch, wenn es kurz den Sichtbereich des Suchers verlässt. Und weil genau auf der Sensorebene die Schärfe bestimmt wird, gibt es nicht die üblichen Probleme mit Front- oder Backfocus. Reihenaufnahmen werden mit bis zu 3,2 Bilder/sec erstellt.
Nachteil ist das relativ kleine Objektivangebot. Man kann zwar mit Hilfe eines Adpaters die FourThirds-Objektive nutzen, aber zum einen ist der Adapter recht teuer und zum anderen sind die Objektive nicht 100% kompatibel. LiveView-fähige 4/3-Objektive fokussieren nur langsam (und müssen ggf. über ein Firmware-Update auf den neusten Stand gebracht werden) und Standard-4/3-Objektive sind nur manuell nutzbar. Die Standard-Brennweiten werden aber jetzt schon gut mit einem 14-45 und 45-200 abgedeckt.
Der Sensor verfügt über 12 Megapixel und mit dem 4/3-Sensor übernimmt die G2 auch die Nachteile des FourThirds-Systems: bei höheren ISO-Werten tritt Bildrauschen störend in Erscheinung. Die Bildqualität ist bis ISO 400 nicht zu beanstanden, ISO 800 ist noch tolerierbar - aber bei ISO 1600 kann sie mit den besten unter den Einsteiger-DSLRs nicht mehr mithalten. Allerdings ist die DMC-G2 immer noch wesentlich besser als übliche kompakte Prosumerkameras.
Die Ausstattung der Lumix G2 umfasst: SD/SDHC-Kartenschacht, LiIon-Akku, Augensensor zum automatisch Umschalten zwischen Sucher und Display, HDMI-Ausgang, Kabelfernauslöseranschluss, TTL-Blitzschuh. Selbstverständlich sind alle üblichen Voll- und Halbautomatiken, manueller Modus und Motivprogramme incl. automatischer Motiverkennung an Bord. Die G2 lässt sich über ein Benutzermenü und 3 benutzerdefinierte Setups, sowie eine frei definierbare Taste personalisieren. Das vordere Drehrad hat auch eine Tastenfunktion - damit lässt sich z.B. sehr schnell die Belichtungskorrektur verstellen.
Zur G2 ist ein günstigeres Schwestermodell, die Panasonic Lumix G10 auf dem Markt. Die G10 verzichtet auf den schwenkbaren Monitor und hat auch keinen Augensensor zur automatischen Deaktivierung des Displays. Der Sucher ist deutlich schlechter aufgelöst, Videos werden nicht im effektiven AVCHD-Format, sondern als MJPEG gespeichert.
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Zubehörempfehlungen:
Akku DMW-BLB13
SanDisk Extreme III SDHC-Card 8 GB
Kartenleser Kingston 19-in-1 - Testbericht
Kameratasche Tamrac Velocity 6
Metz 48 AF-1 N digital System-Blitzgerät für Panasonic
Four Thirds-Adapter DMW-MA1E
Objektiv Lumix G Vario HD 14-140mm/F4.0-5,8 ASPH./MEGA O.I.S.
Objektiv LUMIX G VARIO 45-200mm/F4.0-5.6 / O.I.S.
Objektiv Lumix G 20mm/1.7 ASPH Pancake
Objektiv Lumix G Vario 7-14mm/4.0 M-FT
Kabelfernauslöser DMW-RSL1
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Lumix G System Fotoschule
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Die Sony alpha SLT-A55V ist die derzeit wohl innovativste Systemkamera auf dem Markt. Alte Hasen mögen eventuell aufstöhnen über den nächsten Versuch die klassische Spiegelreflexkamera zu ersetzen. Wer aber nicht den alt hergebrachten Wegen folgen muß, der findet hier ein sehr interessantes Produkt.
Sony verbaut in den SLT-Modellen CMOS-Sensoren in üblicher APS-C-Größe und auch der Objektivanschluß ist in Standardgröße (Sony/Minolta a-Mount) ausgelegt. Von der klassichern Bauweise wird erst beim Spiegel abgewichen. Dieser ist teildurchlässig und wird nicht geschwenkt. Daher kommt die Bezeichnung SLT. Dadurch kann etwas Größe und Gewicht eingespart werden, wodurch die Sony alpha 55V ähnlich wie die Olympus E-Reihe oder die Panasonic 4/3-Modellen spürbar kleiner als eine herkömmliche DSLR ausfällt. Dieser Spiegel wird nur genutzt um die 15 AF-Sensoren mit Bildinformationen zu versorgen. Ein Sucherbild wird darüber nicht erzeugt. Hierfür wird ein hochaufgelöster elektronischer Videosucher eingesetzt, der das Livebild des CMOS-Sensors anzeigt - ähnlich wie bei Bridge- oder Superzoom-Kameras, aber mit deutlich besserer Qualität.
Diese Bauweise hat den Vorteil, das man einen ständigen LiveView mit 100% Anzeige erhält und trotzdem die hohe AF-Geschwindigkeit einer DSLR behält. Diese Kombination ist derzeit einmalig. Die alpha-DSLRs hatten zwar bisher auch schon einen schnellen AF im LiveView, aber dann nur eine ca. 95% Anzeige auf dem Display. Und andere DSLRs haben im LiveView einen Autofocus, dessen Geschwindigkeit sich nach Sekunden, statt nach 1/10tel Sekunden misst. Der feststehende Spiegel erlaubt außerdem eine sehr hohe Serienbildgeschwindigkeit von 10 Bilder/sec mit kontinuierlichem Autofocus. Sony setzt die Möglichkeiten eines Videosuchers konsequent um und blendet z.B. einen künstlichen Horizont ein, der das Ausrichten der Kamera vereinfacht. Vorschau von Belichtung und Weißabgleich werden selbstverständlich sowohl am Display, als auch im Sucher angezeigt. Zwischen Sucher und Display wird automatisch über einen Sensor umgeschaltet.
Die Ausstattung lässt auch kaum einen Wunsch offen: 16 MP Auflösung, LiIon-Akku für ca. 300 Fotos, Kartenschacht für SD/SDHC/SDXC und MemoryStick Pro Duo/Pro-HG Duo, integrierter Bildstabilisator, TTL-Blitzschuh mit drahtloser Slavesteuerung, HDMI-Ausgang. Als bisher einzige Systemkamera hat die SLT-A55V einen GPS-Sensor an Bord. Über die hohe Auslesegeschwindigkeit realisiert Sony ein einfaches Sweep-Panorma, das bei kontinuierlicher Kamerabewegung ein großes Panoramabild errechnet; eine HDR-Funktion die 3 unterschiedlich belichtete Bilder zu einem mit höherem Kontrastumfang zusammenfügt; eine Rauschreduktion durch Mehrfach-Aufnahmen bei hohen ISO-Werten (bis ISO 12.800 sind möglich). Das hochaufgelöste, große Display ist dreh- und schwenkbar - und dank kontinuierlichem LiveView auch ohne Einschränkungen nutzbar. Videos können in 1080p AVCHD bei kontinuierlichem, schnellen Autofocus erstellt werden.
Ein paar kleine Schwächen hat die alpha 55 aber auch: der Serienbild-Modus mit 10 Bilder/sec ist nur mit Belichtungsautomatik nutzbar. Highspeed-Aufnahmen erfordern oft kurze Belichtungszeiten, die will die Automatik aber kaum nutzen. Der Autofocus der a55V ist eigentlich sehr schnell, aber der Nachführ-AF kommt bei schnellen Motiven kaum nach. Einer (wesentlich teureren) Canon EOS-1D Mark IV gräbt sie also nicht das Wasser ab. Will man selber die Belichtungsparameter festlegen muß man auf die Modi mit 6 oder 3 Bilder/sec ausweichen. Nach einer solchen Sequenz (max. 39 JPGS oder 20 RAWs) braucht die Sony gut 20 Sekunden um wieder zu reagieren und erst nach insgesamt 50 Sekunden ist sie wieder uneingeschränkt nutzbar.
Viele alte Spiegelreflexnutzer stehen einem Videosucher ablehnend gegenüber - hier sollte man sich selber ein Bild davon machen, ob man damit klarkommt. Nicht verschweigen sollte man auch, das bislang niemand sagen kann wie schmutzanfällig der teildurchlässige Spiegel ist. Bei herkömmlichen DSLRs ist Schmutz auf dem Sensor immer ein Thema, aber man kann sich hier selber behelfen. Der Spiegel der A55 dagegen darf nicht berührt werden.
Insgesamt hat Sony mit der alpha SLT-A55V aber ein sehr interessantes Paket geschnürt, das zwar kein Schnäppchen ist, dafür aber eine wirklich umfassende Ausstattung bietet.
Die A55 hat noch eine kleine Schwester: die Sony alpha SLT-A33 - ohne GPS-Sensor, mit 14.6 MP Auflösung, maximal 7 Bilder/sec für 20 JPGs im Serienbildmodus, etwas geringere Akkulaufzeit und Gewicht.
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