Der Einstieg in die Digitalfotografie ist nicht mit dem Kauf einer Digitalkamera getan. Man benötigt noch einiges an Zubehör um die Digicam auch vernünftig einsetzen zu können. Die Kosten dafür sollte man mit mindestens 30 EUR ansetzen.
Akkus
Ladegerät
Speicherkarten
Kaufberatung Fotospeicher
Kartenleser
Kameratasche
Filter, Konverter, Linsen
Objektive
Blitzgerät
Stativ
Datensicherung
Online-Entwicklung
digitale Bilderrahmen
Viele Einsteiger wundern sich, dass ihre Digitalkamera schon nach wenigen Fotos neue Batterien benötigt. Das liegt daran, dass die Batterien der Hochstromentnahme nicht gewachsen sind. Notfalls kann man mit hochwertigen Foto-Batterien die Digitalkamera kurzzeitig betreiben, aber auf Dauer sind hochkapazitive NiMH-Akkus unumgänglich. Eine Kapazität von 2.700 mAH bei Mignon-Zellen ist zur Zeit der Standard. Man sollte mindestens 2 Akkusätze besitzen, damit man den einen aufladen kann, während man den anderen benutzt.
Wenn man seine Digitalkamera selten benutzt, wird man feststellen, dass die Akkus fast immer leer sind. Das liegt an der relativ hohen Selbstentladung von herkömmlichen Akkus. Inzwischen gibt es neue Akku-Typen, die die guten Eigenschaften eines NiMH-Akkus (hohe Stromentnahme) und einer Batterie (gute Lagerfähigkeit) verbinden: den Eneloop-Akku von Sanyo bzw. die Panasonic Infinium-Akkus oder die Ansmann maxE. Die Kapazität dieser Akku-Typen ist zwar zur Zeit noch geringer als bei aktuellen NiMh-Akkus. Durch die wesentlich geringere Selbstentladung ist dieser Unterschied aber nach 2-3 Wochen Lagerzeit ausgeglichen. Selbst nach einem Jahr haben Eneloops noch 80% der Kapazität - ein NiMh-Akkus ist dann schon lange entladen. Für selten benutzte, akkubetriebene Geräte also eine ideale Lösung. Alternativ kann man eine Digitalkamera mit LiIon-Akku wählen - hier ist die Selbstentladung ebenfalls vernachlässigbar.
Für Digitalkameras, die LiIon-Akkus nutzen, gilt auch: Ein Ersatzakku muß sein, egal wieviel der Hersteller dafür verlangt. Nichts ist ärgerlicher als das eine Foto, das man wegen leerem Akku nicht machen konnte.
Hinweise zu Li-Ion-Akkus
Mittlerweile gibt es ein großes Angebot von Ersatzakkus und Ladegeräte von Drittherstellern. Aufgrund der oftmals extrem hohen Preise für originale LiIon-Akkus ist es natürlich sehr verlockend bei eBay einen NoName-Akku mit doppelter Kapazität zu einem Zehntel des Preises zu kaufen. Ich würde aber dazu raten den goldenen Mittelweg einzuschlagen: renomierte Dritthersteller wie Ansmann, Hähnel, Hama, Varta oder Vivanco bieten günstige LiIon-Akkus, bei denen man mit höherer Wahrscheinlichkeit eine gute Qualität bekommt, als bei extrem billigen Akkus aus unbekannter Quelle. Ein Qualitätsmerkmal ist ein aufgedrucktes Herstelldatum. Mißtrauisch sollte man werden, wenn man zu einem unglaublich günstigen Preis Akkus mit wesentlich höherer Kapazität als beim Original angeboten bekommt. Diese Angaben sind oft vollkommen übertrieben.
Für Standard-Akkus benötigt man auch ein Ladegerät. Hier gibt es große Unterschiede in der Qualität der Geräte. Ein schlechtes Ladegerät arbeitet nur zeitgesteuert und wird mit Sicherheit die Akkus regelmäßig überladen, was schon relativ schnell zu deutlichem Kapazitätsverlust führen kann. Ein gutes Ladegerät ist prozessorgesteuert und überwacht verschiedene Parameter um gezielt einen vollen Akku zu erkennen. Absolut empfehlenswert ist das Stecker-Ladegerät Ansmann incl. max-E-Akkus. Bei dem geringen Preis lohnt es sich auch nicht mehr ein noch billigeres Ladegerät zu kaufen, das die Akkus ruiniert.
Zu Kameras mit LiIon-Akkus wird meist ein Ladegerät mitgeliefert. Lästig ist es wenn man den LiIon-Akku nur in der Kamera aufladen kann. Dann hat man nur die Wahl zwischen Akku aufladen oder Fotografieren. Da ist ein separates Ladegerät flexibler. Spätestens wenn man mehrere verschiedene Digitalkameras besitzt und somit verschiedene Ladegeräte benötigt, wird ein Universalladegerät für LiIon-Akkus, wie das Pixo C1, interessant.
Speicher kann man nie genug haben. Es ist erstaunlich, wie schnell ein paar hundert Fotos zusammenkommen, wenn das Foto an sich nichts mehr kostet. Außerdem gehen für Panoramaaufnahmen, Belichtungsreihen, Videoschnipsel, etc. ganz schnell einige Megabyte drauf. Ich würde für einen 2-wöchigen Urlaub mindestens eine Kapazität von 500 Fotos einplanen. Speicherkarten im Urlaub nachzukaufen ist entweder schwierig oder kostspielig. Es ist auch problematisch am Kameradisplay die Qualität eines Fotos zu beurteilen. Wenn man sichergehen will, muß man mit dem Aussortieren schlechter Fotos warten, bis man wieder zuhause auf den PC zugreifen kann.
Ich würde nicht die größte verfügbare Speicherkarte kaufen, weil diese meist unverhältnismäßig teuer sind. Meist gibt es eine Größe mit dem optimalen Preis/Leistungsverhältnis. Zur Zeit liegt diese Größe bei 2 - 4 GB.
CF-Karten (CompactFlash)
CF-Karten sind das älteste Speicherkartenformat. Sie sind sehr ausgereift, vergleichsweise groß, mit hoher Speicherkapazität verfügbar (bis 64 GB), relativ günstig und schnell. Ihr Vorteil ist die robuste Bauform. Mittlerweile kommen CF-Karten nur noch bei DSLR-Kameras zum Einsatz.
Microdrive
Eine Variante der CF-Karte ist das Microdrive bzw. CompactVault. Dies sind Mini-Festplatten im CF-II-Format. Digitalkameras müssen Microdrives explizit unterstützen, da sie dicker als normale CF-Karten sind und mehr Strom benötigen. Ursprünglich boten Microdrives einen Preisvorteil, heutzutage sind eigentlich nur noch die Nachteile relevant: höherer Strombedarf, höhere Wärmeabgabe, höhere Anfälligkeit aufgrund mechanischer Bauteile.
SD-Karten (SecureDigital)
Die SD-Speicherkarte hat die Nachfolge der CF als meist genutztes Speicherformat übernommen. Selbst in Spiegelreflexkameras kommen SD-Karten inzwischen zum Einsatz. SD-Karten sind sehr günstig, in allen Geschwindigkeitsklassen und bis 2 GB Kapazität zu bekommen. Varianten der SD-Card sind die MiniSD und MicroSD mit reduzierter Baugröße, die mittels Adapter als normale SD-Karte eingesetzt werden können. Die SD-Karten mit 4GB Kapazität sind nicht 100% standardkonform und können zu Kompatibilitätsproblemen führen. Der Nachfolger, die SDHC, bietet höhere Speicherkapazität.
Testbericht SanDisk Extreme III 2 GB SD-Karte lesen
SDHC-Karten (Secure Digital High Capacity)
Dieser Speichertyp ist der Nachfolger der SD-Karte. Die Speicherkapazität beträgt bis zu 32 GB und es wurden 3 Geschwindigkeitsklassen definiert: Class 2, 4 und 6 mit garantierten Schreib-Geschwindigkeiten von 2, 4 bzw. 6 MB/s. Leider wurden hier die Möglichkeiten nicht konsequent genutzt. Da bereits die SD-Karte in Highspeed-Versionen bis zu 20 MB/s erreicht, wären weitere Geschwindigkeitsklassen wünschenswert gewesen. So muß man sich dann doch wieder auf die Werbeaussagen der Hersteller mit x-facher Geschwindigkeit verlassen. Wobei sich diese Herstellerangaben auf die idealerweise erreichbare Lesegeschwindigkeit bezieht, die Class-Angabe hingegen auf die kritischere Schreibgeschwindigkeit. Die SDHC-Karte funktioniert nur in darauf ausgelegten Geräten. Beim Umstieg auf SDHC benötigt man also neue Digitalkameras, neue Kartenleser, neue Image-Tanks, etc. Diese Geräte können dann aber auch die älteren SD-Karten lesen.
Testbericht Kingston SDHC-Karte; Testbericht Lexar 133x SDHC-Karte lesen.
SDXC-Karten
erweitern den SD-Standard über die SDHC-Karte hinaus. SDXC-Karten können 64 GB bis 2 TB (Terrabytes) groß sein. Die SDXC-Karten sind nur mit einem Gerät (SDXC-Host) kompatibel, auf dem das exFAT-Dateisystem implementiert ist. Neben dem größeren Speicherbereich ist SDXC außerdem fehlertoleranter ausgelegt und es gibt schnellere Geschwindigkeitsklassen.
MMC-Karten (MultiMediaCard)
Die MMC-Karten sind nahe Verwandte der SD-Karten. MMC-Karten können in SD-Kartenslots gelesen werden, wenn das Gerät den MMC-Standard unterstützt. Sie spielen im Digitalkamera-Markt keine Rolle, da ihre Geschwindigkeit sehr gering ist und die Preise für das gebotene zu hoch. Die neuen MMCplus und MMCmobile-Karten sind in der Geschwindigkeit mit SD-Karten vergleichbar.
Memory Stick / Pro / Duo
Der Memory Stick ist eine Lösung von SONY und findet auch fast nur in Digitalkameras von Sony Einsatz. Durch die vergleichsweise geringe Verbreitung und die Begrenzung auf wenige Hersteller liegen die Preise auf relativ hohem Niveau. Vom Memory Stick gibt es verschiedene Varianten. Die Duo-Typen sind deutlich kürzer und werden in Handys und kompakten Digitalkameras eingesetzt. Duo-Memory Sticks werden mittels Adapter zum normal langen Memory Stick kompatibel. Veraltet sind mittlerweile der einfache Memory Stick und Memory Stick Duo, da sie auf 256 MB Kapazität begrenzt sind. Die Nachfolge haben der Memory Stick Pro und Memory Stick Pro Duo angetreten. Die Pro-Variante ist nicht zu den älteren Sticks kompatibel, die Geräte müssen explizit für den Memory Stick Pro ausgelegt sein. Mit einem Memory Stick Pro Duo incl. Adapter erreicht man die größte Kompatibilität zu SONY-Geräten. Die Kapazität und Geschwindigkeit der Pro-Typen sind mit denen der SD-Karte vergleichbar.
Hauptsächlich für Videoanwendungen und die Sony DSLRs ist der Memory Stick Pro-HG gedacht. Er soll bis zu 30 MB/s erreichen. Das Format entspricht dem Memory Stick Duo.
Zumeist in Handys kommt eine weitere Variante der Memory Sticks zum Einsatz: der Memory Stick micro. Mittels Adapter kann man ihn auch in Steckplätzen für den Memory Stick Pro einsetzen.
xD-Picture Card
Die xD-Karte ist der zweite Exot. Sie wird nur von Olympus und Fuji eingesetzt und liegt auf ähnlich hohem Preisniveau wie Sonys MemoryStick. Da die xD-Karte über keinen eigenen Kontroller verfügt, kann es zu Kompatibilitätsproblemen kommen. Z.B. kann der neuere M-Type mit höheren Kapazitäten, aber geringerer Geschwindigkeit, nicht in allen Kameras und Kartenlesern benutzt werden. Das gleiche gilt für die zweite Variante, der H-Type-xD, die höhere Geschwindigkeiten verspricht. Mit einer schnellen CF- oder SD-Karten können aber auch die H-Typen nicht mithalten. Wenn es die Geräte unterstützen, ist eine xD-Karte des H-Typs am sinnvollsten - die sind aber nur noch schwer zu bekommen. Seit Anfang 2008 gibt es xD-Karten dex Typs M+, die in der Geschwindigkeit zwischen M und H liegen und daher als Ersatz für die kaum noch erhältlichen H-Typen betrachtet werden können.
Olympus bewirbt seine xD-Karten mit zusätzlichen Bildeffekten. Tatsächlich tragen aber die Speicherkarten keine neuen Funktionen, sondern es liegt ein Freischaltcode bei. Dieser Code schaltet die bereits vorhandenen Funktionen in der Olympus-Software zur Bildbearbeitung frei. Solche Effekte beherrscht aber sowieso jede bessere Bildbearbeitung.
SM-Karten (SmartMedia)
Die SM-Karte ist der Vorläufer der xD-Karte. Auch sie wurde nur von Fuji und Olympus eingesetzt. In neuen Kameras kommt sie schon seit längerem nicht mehr zum Einsatz. Sie ist nur noch in gebrauchten Modellen zu finden. Hier gibt es die gleichen Kompatibilitätsprobleme wie bei der xD: größere Karten als in der Bedienungsanleitung beschrieben werden oftmals nicht funktionieren. Die maximale Kapazität beträgt 128 MB, die Schreib/Lesegeschwindigkeit ist relativ niedrig.
Kaufberatung
Bei der Auswahl würde ich generell auf Marken wie SanDisk, Lexar oder Kingston achten, da kann man nicht viel falsch machen. HAMA stellt keinen eigenen Speicher her, sondern klebt nur sein Etikett auf. Hier kann es durchaus zu wechselnder Qualität kommen. Bei xD gibt es weltweit nur 3 Hersteller, alle Produkte enthalten also praktisch den gleichen Speicher. Hier kann man auch unbesorgt zu HAMA-Produkten greifen.
Alle gängigen Speicherkarten gibt es auch als Highspeed-Speicherkarte: z.B. die Professionel-Serie von Lexar oder die Extreme III von SanDisk. Diese Karten erreichen eine deutlich höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit.
Verwendet man zum Auslesen der Speicherkarte einen schnellen Kartenleser, kann man den Geschwindigkeitsvorteil voll ausschöpfen. Ob die höhere Geschwindigkeit beim Fotografieren einen Nutzen bringt, ist immer von der Kamera abhängig. Dabei gilt, dass eher hochwertige Digitalkameras die höhere Geschwindigkeit ausnutzen können, als Einsteigermodelle. Generell sollte man prüfen welche Mindestgeschwindigkeit die Bedienungsanleitung für den Serienbild- oder Videomodus empfielt und sich daran orientieren.
Bei xD-Speicherkarten rate ich dazu, nur dann eine M-Typ oder H-Typ xD-Karte zu kaufen, wenn die Kamera explizit dafür ausgelegt ist.
Ich empfehle eine durchschnittliche Speichergröße von 1 GB zu kaufen, abhängig vom Speicherbedarf der Kamera. An die 100 bis 200 Fotos sollten auf eine Speicherkarte schon drauf passen. Um auch für einen längeren Urlaub gerüstet zu sein braucht man mindestens 1 bis 4 GB Speicherplatz. Diesen würde ich mehrere Speicherkarten aufteilen. Wenn eine Karte verloren geht oder defekt ist, verliert man nicht gleich alle Bilder auf einmal.
Kaufberatung Fotospeicher
Auf der sicheren Seite ist man mit einem Memory Tank bzw. Fotospeicher.
Ein Image-Tank ist ein Massenspeicher zur mobilen Bildspeicherung. Statt in viele Speicherkarten zu investieren kauft man einen Memory Tank und liest die Karten regelmäßig aus.
Alle aktuellen Fotospeicher arbeiten mit Festplatten. Gerät mit CD- oder DVD-Brenner sind mittlerweile vom Markt verschwunden. Das Funktionsprinzip ist bei allen Geräten gleich: ein Kartenleser nimmt die Speicherkarte aus, deren Inhalt dann in einen neuen Ordner auf der integrierten Festplatte kopiert wird. Unterschiede bestehen im Funktionsumfang, der Geschwindigkeit und der Akkulaufzeit.
Ein Beispiel für einfache Memory Tanks ist z.B. der Nexto Multi-1 ND2325. Dieser Fotospeicher ist am PC als externe Festplatte nutzbar. Im Standalone-Betrieb kopiert er den kompletten Inhalt einer Speicherkarte auf die eingebaute Festplatte.
Die teureren Multimedia-Player wie der Jobo Giga Vu Pro können zudem noch die gesicherten Bilder anzeigen, Videos aufnehmen und wiedergeben und vieles mehr.
Eine neue Kategorie von Fotospeichern sind die sogenannten USB-on-the-Go (USB-OTG) Geräte. Diese können sich gegenüber einer Digitalkamera wie ein PC verhalten und die Bilder über die USB-Verbindung auslesen. Dies soll mit allen Digitalkameras funktionieren, die sich am PC als Massenspeichergerät (unter XP ohne spezielle Treiber) anmelden. Ein Beispiel für einen solchen Memory Tank ist der Apple iPod Video in Kombination mit einem OTG-Adapter.
Die Größe des benötigten Speichers ist abhängig von der Megapixel-Zahl der Digitalkamera und der gewählten Kompressionsstufe. Man muß bei normaler bis geringer Kompresssion mit folgenden Dateigrößen rechnen:
| Megapixel | 3 MP | 5 MP | 7 MP | 9 MP |
| ca. Dateigröße | 1,5 MB | 2,5 MB | 3,0 MB | 3,5 MB |
| MB für 400 Fotos | 600 MB | 1.000 MB | 1.200 MB | 1.400 MB |
Alle neueren Digicams kann man per USB mit dem Rechner verbinden und dann darauf zugreifen wie auf ein Diskettenlaufwerk. (Ausnahme: Canon, hier werden extra Treiber benötigt) Allerdings muß die Digitalkamera währenddessen mit Strom versorgt werden. Viel praktischer, und meist auch schneller, ist ein separater Kartenleser. Üblich sind inzwischen Multifunktionsgeräte, die die verschiedensten Kartentypen lesen und beschreiben können. Die Lesegeräte werden auch per USB angeschlossen und blenden jeweils ein Laufwerk für die Speicherkarte ein. Ein Kartenleser, der nur USB 1.1 unterstützt ist nicht mehr zeitgemäß, man sollte unbedingt darauf achten, dass er die volle USB-2.0-Geschwindigkeit unterstützt. Auch wenn der eigene PC kein USB-2.0 bietet, so sind die Kartenleser doch abwärtskompatibel und man ist für die Zukunft gerüstet.
Ein USB-2.0-Port ist mit Hilfe einer PCI-Karte (Conrad-Bestell-Nr. 973005-WE) auch leicht und unproblematisch nachgerüstet. Unter Windows XP müssen dafür noch nicht mal Treiber installiert werden. Selbst für Laptops besteht die Möglichkeit mit einem Cardbus-Adapter USB2.0-Anschlüsse nachzurüsten.
Bei der Auswahl des Kartenlesers sollte man neben der Art der unterstützten Speicherkarten und dem Design auch auf die Geschwindigkeit achten. Hier sind leider immer noch sehr krasse Unterschiede an der Tagesordnung. Insbesondere interne Kartenleser zum Einbau in den PC stellen sich immer wieder als besonders langsam heraus. Auch kann es, speziell bei xD-Karten, immer mal wieder zu Kompatibilitätsproblemen kommen. Daher sollte man seinen neuen Kartenleser ausgiebig testen, bevor man zum ersten Mal wichtige Bilder damit ausliest.
Als besonders zuverlässig und schnell haben sich herausgestellt:
| Bezeichnung | Controller |
| PIXO MSR-PRO | Genesys Logic GL819 |
| Kingston 19-in-1 | Genesys Logic GL826 |
| Altec 22in1 HISPEED MultiCardDrive | USBest UT330-LF |
| CnMemory Pop Art Card Reader | Realtek RTS5151 |
| K&P Electronic All in One | Realtek RTS5151 |
Das Geld für eine ordentliche Fototasche sollte man auch einplanen. Wenn überhaupt eine mitgeliefert wird, so taugt die oft nicht viel. Gute Taschen gibt es von Tamrac, Hama, Samsonite und Lowepro. Dort gibt es spezielle Digitalkamera-Taschen in verschiedenen Größen. Wichtig ist, dass man genug Platz für Ersatzakkus und Speicherkarten hat. Für kleine Digitalkameras ist eine Befestigung am Gürtel sehr praktisch.
Die meisten Prosumer-Kameras und alle DSLR-Objektive haben ein Filtergewinde, mit dem optisches Zubehör direkt verbunden werden kann. Superzooms oder Kompaktkameras benötigen oft zusätzlich einen Adapter. Die meisten kleineren Digitalkameras aber bieten gar keine Möglichkeit optisches Zubehör zu nutzen. Beim Kauf ist auf jeden Fall auf den richtigen Gewindedurchmesser zu achten.
Jedes optische Zubehör, das ich nutze, sollte unmittelbar einem bestimmten Zweck dienen: ein Foto zu machen, das ich ohne diese Ausrüstung in der Qualität nicht hätte machen können. Und nur für diesen Zweck wird es eingesetzt, nie als Dauerlösung.
Skylight- / UV-Filter / Gegenlichtblende
Aus diesem Grund empfehle ich auch keinen Skylight- oder UV-Filter als Schutzfilter. Mir ist es in vielen Jahren noch nie passiert, dass ich das Objektiv beschädigt habe. Dagegen besteht das große Risiko, dass man sich mit billigen Filtern Abbildungsfehler einhandelt. Schließlich bringt man ein weiteres optisches Element in den Strahlengang ein. Wenn der Filter nicht hochwertig vergütet ist, kann dies die Bildqualität nur negativ beeinflussen. Besser ist es zum Schutz des Objektivs eine Gegenlichtblende zu benutzen. Diese schützt das Objektiv viel effektiver und schützt auch noch vor unerwünschten Lichtreflexen im Objektiv. Der einzige Anwendungsfall, wo ein Filter das Objektiv sinnvoll schützen kann ist eine Situation mit viel Sand, Staub oder Gischt in der Luft. Hier kann dann ruhig ein einfacher Klarglas-Filter kurzfristig eingesetzt werden.
Polarisationsfilter
Der Polfilter wird benötigt um Reflexionen z.B. auf Glas oder Wasserflächen zu unterdrücken oder um Farben bzw. Kontraste zu verstärken. Der Polarisationsfilter ist so ziemlich der einzige Filter, dessen Wirkung nicht mit einer Software simuliert werden kann. Ein Polfilter ist in der Stärke seiner Wirkung einstellbar und muß für jedes Foto entsprechend justiert werden.
Es gibt zirkulare und etwas günstigere lineare Polfilter. Der zirkulare Polfilter wird für Kameras benötigt, bei denen polarisationsempfindliche Elemente zum Einsatz kommen. Das ist in der Regel bei DLSRs der Fall. Für digitale Kompaktkameras reicht üblicherweise ein linearer Polarisationsfilter. Mit einem zirkularen ist man aber immer auf der sicheren Seite.
Allerdings kann ein schlechter Polfilter die Bildqualität und insbesondere die Schärfe negativ beeinflussen. Linerare Polfilter sind diesbezüglich dank des einfacheren Aufbaus etwas unkritischer. Sehr gute Polfilter stellt B&W her. Siehe auch Testbericht Polfilter.
Graufilter
Ein Graufilter, die es in verschiedenen Stärken gibt, dient ausschließlich dazu den Lichteinfall zu begrenzen. Dies wird z.b. benötigt um auch bei hellem Sonnenschein mit offener Blende (z.B. für Portraits mit unscharfem Hintergrund) oder mit langen Belichtungszeiten (z.B. um die Bewegung von fließendem Wasser zu zeigen) zu fotografieren.
sonstige Filter
Praktisch alle anderen Filterarten kann man heute mit einer guten Bildbearbeitung simulieren. Daher ist deren Anschaffung nur in seltenen Fällen notwendig.
Nahlinsen / Makrolinsen / Makrokonverter / Makroobjektive
Makrolinsen werden für extreme Nahaufnahmen benötigt und sind ein sinnvolles Zubehör, wenn man sich für diesen Bereich interessiert. Bei günstigen Nahlinsen kann es zu Randunschärfen kommen.
Aufwendigere Makrokonverter bzw. -objektive bieten eine sehr gute Bildqualität. Die Arbeit damit erfordert etwas Übung, da die Schärfentiefe sehr klein ist.
Siehe auch meinen Testbericht zum Raynox DCR-250 mit Anwendungshinweisen.
Weitwinkelkonverter / Telekonverter
WW- und Telekonverter verschlechtern generell die Bildqualität durch Verzeichnungen, Abschattungen oder Randunschärfen. Wobei die Weitwinkelkonverter wesentlich kritischer sind als Telekonverter. Siehe Testbericht des Raynox Weitwinkelkonverters. Für seltenen Einsatz ist das akzeptabel. Wenn man den erweiterten Brennweiten-Bereich regelmäßig benötigt, sollte man besser eine entsprechend ausgestattete Kamera kaufen.
Entscheidet man sich für eine DSLR, dann entscheidet man sich nicht einfach für eine Digitalkamera, sondern für ein Kamerasystem. Dazu gehört insbesondere die Wechselmöglichkeit für das Objektiv. Ist es schon für kompakte Digitalkameras problematisch ein Objektiv für alle Anwendungszwecke zu bauen, ist es für die größeren digitalen Spiegelreflexkameras schier unmöglich. Daher gehört zur Anschaffung einer DSLR auch immer die Auswahl des für die gestellten Aufgaben optimalen Objektivs. Hauptkriterien sind wie bei kompakten Digicams die Brennweite und die Lichtstärke. Dazu kommen aber noch weitere Faktoren wie die Verarbeitung, Geschwindigkeit des AF-Motors, Ausstattung mit Bildstabilisator, Verarbeitung hochwertiger Linsen, die letztendlich die Qualität und den Preis eines Objektivs beeinflussen.
Für das Canon-, Olympus und das Nikon-Objektivprogramm habe ich eine Auswahl sehr hochwertiger und interessanter Objektive zusammengestellt:
besonders empfehlenswerte Canon-Objektive
besonders empfehlenswerte Nikon-Objektive
besonders empfehlenswerte Olympus-Objektive
Externe Blitzgeräte ersetzen bzw. ergänzen den internen Bitz um eine bessere Ausleuchtung zu ermöglichen. Mit einem externen Blitzgerät kann man im einfachsten Fall eine größere Reichweite erzielen oder vermeidet durch indirektes Blitzen partitielle Überbelichtungen oder den Rote-Augen-Effekt. Bei Studio-Aufbauten kann man per Fernsteuerung und Synchronisation mehrerer Blitzgeräte ausgefeilte Beleuchtungssituationen realisieren.
Zur Steuerung eines Blitzgerätes gibt es drei Möglichkeiten:
Für den hobbymäßigen seltenen Gebrauch mag ein Stativ in der Preisklasse von 30-50 EUR reichen. Wenn man aber öfter mit so einem Stativ arbeitet, merkt man schnell dessen Nachteile. Meist sind sie nur für leichte Kameras geeignet, aber auch damit reicht selbst vorsichtiges Bedienen der Kamera aus um das Stativ zum schwingen zu bringen. Ein exaktes Einstellen des Bildausschnitts ist oft sehr mühselig, weil die Klemmvorrichtung nicht exakt arbeitet. Blockiert das Stativ den Zugang zu Batterie- oder Speicherkartenfach, bedeutet das bei jedem Wechsel ein umständliches Abschrauben und neu aufspannen. Für verschiedene Anwendungsgebiete sind verschiedene Arten des Stativkopfes optimal geeignet. Bei hochwertigeren Stative werden daher Stativkopf und das eigentliche Stativ getrennt verkauft. Somit kann man bei Bedarf den Stativkopf wechseln ohne ein zweites Stativ kaufen zu müssen. Desweiteren haben bessere Stativköpfe eine Stativwechselplatte. Dadurch lässt sich die Kamera mit einem Handgriff vom Stativ abnehmen und wieder aufsetzen. Es gibt verschiedene Anbieter von hochwertigen Stativen. Z.B. Gitzo, Manfrotto, Slik, Cullmann.
Einen guten Kompromiß aus Qualität und Preis bietet das Manfrotto Stativ 190XPROB Pro. Es ist stabil, nicht zu schwer, sehr gut verarbeitet und kann Ausrüstung bis 5kg tragen. Damit kombinieren kann man verschiedene Stativköpfe.
Für schnelle Einstellbarkeit empfiehlt sich der Kugelkopf mit Wechselplatte Manfrotto 494RC2.
Für exakte Ausrichtung z.B. für Architektur oder Landschaft ist der 3-Wege-Neiger mit Wechselplatte Manfrotto 804RC2 gut geeignet.
Für millimetergenaues Einstellen bei Makroaufnahmen ist der Getriebeneiger Manfrotto 410 ein unschätzbares Hilfsmittel.
Im Laufe der Zeit sammeln sich einige Gigabyte an Fotos an. Diese muß man letztendlich sichern, schon weil irgendwann die Festplatte voll wird. Mit einem CD-Brenner kommt man nicht weit. Auf eine CD-ROM passen etwa 500 Fotos in 3-MP-Auflösung. Früher oder später wird man an einem DVD-Brenner nicht vorbeikommen. Auf eine DVD passen immerhin über 3000 Fotos in 3-MP-Auflösung.
Viel-Fotografierer werden aber früher oder später auch an die Grenzen einer DVD kommen. Dann bietet sich an, auf ein RAID-Festplattenarray zur Datensicherung umzuschwenken. Dieses bietet nicht nur den Vorteil höherer Schreibgeschwindigkeiten und deutlich höherer Speicherkapazität, sondern erhöht auch gleich noch die Datensicherheit deutlich. Vorrausgesetzt das RAID-Laufwerk wird als RAID 1 konfiguriert. In dem Fall werden die Daten parallel auf 2 Festplatten gespeichert. Geht eine Festplatte kaputt, stehen trotzdem immer noch alle Daten zur Verfügung. Ich arbeite seit längerem mit dem
Western Digital My Book, das ich weiter empfehlen kann.
Eine andere attraktive Lösung ist die Online-Datensicherung. Wenn man nur geringe Datenmengen sichert, ist dies eine kostengünstige Alternative. Bei Gigabank
erhält man ein kostenloses Depot von 1 GB, das kostenpflichtig erweitert werden kann. Über eine spezielle Software steuert man die Datensicherung oder man lädt die Daten über den Browser hoch. Der Vorteil: durch die Speicherung der Daten an einem anderen Ort und unter professionellen Bedingungen sind die Daten sehr sicher. Nachteil: bei großen Datenmengen wird es teuer und das Initial-Backup dauert übers Internet relativ lange. Für kleinere Fotosammlungen aber eine sinnvolle Alternative.
Die digitalen Fotos zu Hause auf dem Tintenstrahldrucker auszugeben ist nur eine Notlösung. Das spezielle Fotopapier ist teuer, muß evt. noch zurecht geschnitten werden. Die Tinte ist auch extrem teuer. Dazu dauert ein Ausdruck in bester Qualität unter Umständen Minuten. Die Online-Entwicklung ist wesentlich günstiger und bietet die gewohnte Fotoqualität. Die Bilder werden per Browser oder Spezial-Software an den Entwickler übermittelt und man bekommt nach ein paar Tagen die fertigen Fotos zugeschickt. Ein toller Service. Man sollte auf folgende Punkte achten:
Ich habe jeweils 6 Testfotos meiner Digitalkamera zu 6 verschiedenen Online-Belichtern geschickt. Die Ergebnisse waren sehr aufschlußreich. Manche entwickeln viel zu hell, andere mit deutlichem Grünstich, etc. Guten Gewissens weiterempfehlen kann ich Pixum,
Kodak,
Snapfish und
Fotokasten.
Ein besonders beliebtes Zubehör ist der digitale Bilderrahmen. Es handelt sich dabei um ein kleines TFT-Display, meist kombiniert mit einem Kartenleser, in der Form eines schicken Bilderrahmens zur Präsentation von digitalen Fotos ohne den Umweg über eine Entwicklung. Natürlich ist das (noch) ein teurer Spaß. Dafür sind die Möglichkeiten auch umfangreicher als bei einem einfachen Fotoabzug. Man kann meist eine Diashow ablaufen lassen, Hintergrundmusik abspielen oder sogar Videos anzeigen lassen.
Bei der Auswahl eines Bilderrahmens sollte man auf eine ausreichende Größe achten. Prüfen sollte man auch, ob der integrierte Kartenleser die vorhandenen Speicherkarten akzeptiert. Manche Bilderrahmen können neue Fotos auch per W-LAN empfangen. Legt man Wert auf Sounduntermalung oder Videowiedergabe sollte man auch genau auf die Fähigkeiten des Gerätes achten, da diese Features nicht allgemein üblich sind. Der ideale Bilderrahmen verfügt über eine programmierbare Ein/Ausschaltautomatik; bietet eine Wechselgeschwindigkeit zwischen wenigen Sekunden und einer Stunde; kann die Daten per WLAN, Kartenleser und USB-Stick empfangen; arbeitet autark per Akku und stationär per Netzgerät.
Stand: 18.01.2010
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