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Test Blasebalg Giottos GTAA1900 Super Rocket-air blower

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Staub auf dem Sensor ist bei digitalen Spiegelreflexkameras (und natürlich auch bei spiegellosen Systemkameras) ein regelmäßig wiederkehrendes Ärgernis. Selbst wer seine Objektive nicht unter widrigen Umständen wechseln muß, sondern die Kamera wie seinen Augapfel hütet, wird früher oder später Staubflecken auf seinen Fotos finden. Dies passiert allein schon durch den Abrieb an den beweglichen Teilen einer neuen Kamera.
 
Nun sollte man auf der empfindliche Sensoroberfläche nicht einfach mit einem Staubtuch rumwischen oder gar mit dem Finger. Die ungefährlichste Reinigungsmethode, die daher auch fast alle Hersteller empfehlen, ist die Reinigung mit Luft. Aber selbst das ist nicht ohne Tücken. Pusten sollte man nicht, da die Atemluft Feuchtigkeit enthält. Druckluft aus der Dose könnte mit Öl verunreinigt sein und der hohe Druck kann zu Schäden führen. Und da kommt der Blasebalg ins Spiel.
 
Hiermit kann man saubere Luft mit ungefährlichem Druck gut dosiert über den Sensor blasen. Wichtig ist, das der Blasebalg nicht mit Talkum behandelt wurde. Das würde die Lage nicht gerade verbessern. Manche stinken erbärmlich aufgrund der Weichmacher. Also ist selbst die Auswahl eines so einfachen Zubehörs wieder mit vielen Unsicherheiten verbunden.
 
Ich habe mir den Blasebalg GTAA1900 Super Rocket-air blower von Giottos näher angesehen. Zunächst einmal fällt das ungewöhnliche Design auf, das an eine kleine Rakete erinnert. Tatsächlich ist es aber sehr gut durchdacht. Durch das relativ große Volumen wird ein kraftvoller Luftstrom erzeugt. Die lange Spitze ermöglicht einen bequemen Zugang zum Sensor. Die Luft wird am entgegengesetzten Ende angesaugt, somit wird verhindert den gerade entfernten Staub wieder anzusaugen. Und zum Aufbewahren stellt man sie auf die Füße, was Verschmutzungen von Düse oder Ansaugung verhindert.

Reinigung

Testfoto
 
Testfoto

Zu guter letzt noch ein paar Tips zum Reinigen des Bildsensors:
 
Um die Verschmutzung des Bildsensors zu prüfen, macht man ein Foto mit geschlossener Blende und gleichmäßigem hellen Hintergrund. Als Fotomotiv eignet sich der Himmel oder ein Blatt Papier. Dazu schließt man die Blende möglichst weit (hohe Blendenzahl), stellt die maximale Brennweite ein und defokussiert mit manuellem Fokus. Beim Blatt Papier also unendlich einstellen und beim Himmel auf den Nahbereich. Dazu ISO 100 wählen. Dieses Foto sollte dann gleichmäßig ausgeleuchtet und strukturlos sein. Alle Staubkörner zeigen sich als dunkle Flecken. Und zwar umso schärfer, je weiter sich die Blende schließen lässt.
 
Für die Reinigung muß bei DSLRs zunächst der Spiegel aus dem Weg geschwenkt und der Verschluß geöffnet werden. Bei spiegellosen Systemkameras ist das in der Regel nicht notwendig. Die genaue Vorgehensweise ist im Handbuch der Kamera beschrieben. Auf jeden Fall sollte man den Vorgang nur mit vollen Akkus oder einem Netzteil starten, damit sich Spiegel oder Verschluß nicht während der Reinigung unbeabsichtigt schließen.
 
Am besten spannt man die Kamera mit nach unten gerichtetem Objektiv auf ein Stativ. Nimmt man nun das Objektiv ab, ist der Weg zum Sensor frei. Mit der Spitze des Blasebalgs nähert man sich dann dem Sensor und pustet ihn kräftig ab. Eine Berührung des Sensors ist dabei unbedingt zu vermeiden. Um gezielt verschmutze Bereiche abzupusten muß man berücksichtigen, das das Bild auf dem Sensor spiegelverkehrt ist.
 
Anschließend kann man mit einem Testfoto den Erfolg überprüfen. Sind nicht alle Verschmutzungen entfernt, wiederholt man den Vorgang. Oder man geht den pragmatischen Weg und schaut sich das ganze mal bei Blenden von f8 oder f16 an. Weiter sollte man im Fotoalltag die Blende sowieso nicht schließen, damit keine unnötige Beugungsunschärfe auftritt. Und dann sind kleine Staubteilchen schon gar nicht mehr sichtbar.


Fazit

Ein nützliches Zubehör für jeden DSLR-Besitzer...

Michael Neuhaus


Stand: 09.02.2011
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