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Test Canon Powershot SX1 IS

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technische Daten

Die Canon Powershot SX1 IS ist eine 10-MP-Kamera mit stabilisiertem 20-fach Zoom (28 - 560 mm), SD-Kartenschacht, AA-Akkus, dreh/schwenkbarem Display und Blitzschuh. Die Besonderheit an der SX1 IS ist der verwendete CMOS-Sensor.
 
Abmessungen (B x H x T): 127,5 mm x 88,3 mm x 87,7 mm
Gewicht (mit Akku): 695 g
weitere technische Daten
 
Lieferumfang:

Ausstattung / Bedienung

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Das Gehäuse der SX1 IS besteht aus Kunststoff. Das muss kein Nachteil sein, aber im Falle der SX1 fühlt es sich nicht besonders hochwertig an und neigt zudem zu Knarzgeräuschen. Das kann Canon eigentlich besser. Am gut geformten Handgriff vermisst man eine Gummierung. Das Plastik ist zwar größenteils aufgeraut, aber ausgerechnet im Griffbereich ist es sehr glatt. Die Bedienelemente sind weitestgehend ergonomisch untergebracht. Um den Auslöser ist der Verstellring für den Zoom angebracht. Das 20fach Zoomobjektiv arbeitet angenehm leise. Leichtes Auslenken des Zoomrings führt zu langsamer, sehr feiner Verstellung. Eine größere Auslenkung beschleunigt den Zoom. Im Schnelllauf braucht der Zoom von einem Ende zum anderen etwas unter 2 Sekunden. Insgesamt kann man sehr gut damit arbeiten.
 
Auf der Oberseite befindet sich der Ein/Ausschalter, das Programmwahlrad, der Blitz und die Blitzmenü-Taste.
Ein- oder Ausschalten erfolgt durch kurzes Festhalten der Taste. Dabei fährt das Objektiv ein/aus. Trotz Warnung im Handbuch kann man die Kamera auch mit montiertem Objektivschutzdeckel einschalten. Der Deckel blockiert nicht das Objektiv. Die Einschaltzeit beträgt ca. 1,2 Sekunden. Man kann die SX1 auch ausschließlich zur Bildanzeige mit der Wiedergabetaste einschalten, dann bleibt das Objektiv in Ruhestellung.
Über das Programmwahlrad wählt man den Programmmodus aus. Zur Verfügung stehen hier Vollautomatik, Programmautomatik, Zeit- und Blendenautomatik, manueller Modus, benutzterdefinierter Modus, sowie Portrait, Landschaft, Nacht-Schnappschuss, Sport, weitere Motivprogramme (insgesamt 16), Panorama-Assistent und der Videomodus. Videos lassen sich aber auch jederzeit durch eine eigene Videotaste aufnehmen.
In der Blendenautomatik Tv sind Verschlusszeiten von 1 sec bis 1/3200 sec einstellbar. Längere Zeiten sind nur über das Motivprogramm Langzeitbelichtung möglich (1 bis 15 sec.) Ab 1.3 Sekunden macht die Kamera einen Dunkelabzug um das Rauschen zu reduzieren. In der Zeitautomatik Av sind Blendenwerte von f2.8 (bei WW) bzw. f5.7 (tele) bis f8 einstellbar. Der Einstellbereich ist also nicht wirklich groß. Vermutlich ist die Blende nach oben begrenzt, um Beugungsunschärfe vorzubeugen.
 
Sehr ungewöhnlich: der Blitz wird nicht entriegelt, sondern wird einfach mit der Hand ausgeklappt. Beim Verstauen der Kamera in einer engen Kameratasche muss man daher aufpassen, dass der Blitz nicht versehentlich aufklappt. Die danebenliegende Blitztaste ruft das Blitzmenü auf und ermöglicht die Auswahl zwischen manueller oder automatischer Blitzsteuerung. Langes Drücken der Taste ruft die erweiterten Einstellungen auf. Hier kann man die Blitzbelichtungskorrektur (+/- 2 EV), die Synchronisation auf den 1. oder 2. Verschluss, die Langzeitsynchronisation und die Rote-Augen-Korrektur einstellen. Ein Blitz-Belichtungsspeicher steht ebenfalls zur Verfügung: während der Auslöser halbgedrückt ist, muss man die Belichtungskorrektur-Taste betätigen. Das AF-Hilfslicht kann zum Vorbeugen gegen Rote-Augen beim Blitzen aktiviert werden und/oder die roten Augen werden nachträglich von der Kamera rausgerechnet.
Der Blitzschuh erlaubt den Anschluß von TTL-Systemblitzgeräten. Im manuellen Modus ist die TTL-Steuerung sowohl des internen, als auch des externen Blitzgeräts deaktiviert. Hier hat man nur die Möglichkeit die Blitzleistung in 3 Stufen einzustellen.

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Auf der Rückseite findet man schließlich eine Direkt-Druck-Taste, eine Taste zur Auswahl des Seitenverhältnisses zwischen 4:3 und 16:9, die Videotaste, die Wiedergabetaste, Belichtungskorrektur, AF-Modus, Menu, Display, Func/Set und eine 4-Wege-Taste mit Einstell-Drehrad (MF, ISO, Makro, Aufnahmeart).
 
Alternativ lässt sich die Direkt-Druck-Taste auch als benutzerdefinierte Taste mit Belichtungs-Messverfahren, Weißabgleich, benutzerdefiniertem Weißabgleich, Rote-Augen-Korrektur, Digital-Telekonverter, i-contrast, AE- oder AF-Speicherung oder Displayabschaltung belegen.
 
Zwischen den Bildformaten 16:9 und 4:3 kann mit einer eigenen Taste umgeschaltet werden. Sowohl Display als auch Sucher sind auf das 16:9 Format ausgelegt. Leider bekommt man bei 16:9 nicht mehr aufs Bild, sondern weniger: es wird oben und unten etwas vom 4:3 Bild abgeschnitten.
 
Zum Aufnehmen von Videos (max. 4 GB oder 1 Stunde) verfügt die SX1 über eine eigene Taste. Der Ton wird in Stereo aufgenommen (optional Filterung von Windgeräuschen), die Filme im HD-Format (1920x1080 Pixel) wenn 16:9 eingestellt ist oder bei 4:3 in 640x480 oder 320x240 Pixel bei jeweils 30 fps. Belichtung, Weißabgleich und Focus werden während der Aufnahme nachgeführt. Ausgeben kann man die Filme über A/V-Out und HDMI-Out. (HDMI-Mini-Anschluß. Das HDMI-Kabel gehört nicht zum Lieferumfang.) Während des Filmens kann man jederzeit ein Foto machen, im Film macht sich das dann aber durch eine kurze Unterbrechung bemerkbar. Die Speicherkarte sollte fürs Filmen die Geschwindigkeitsklasse Class 6 erfüllen.
 
Mit der Wiedergabetaste schaltet man zur Anzeige der gespeicherten Bilder um. Hier kann man mit dem 4-Wege-Kreuz oder dem umliegenden Drehrad durchblättern und mit dem Zoomregler ins Bild zoomen. In der gezoomten Ansicht kann man mit dem Drehrad immer noch zwischen den Bildern blättern, wobei die Zoomstufe erhalten bleibt. So lässt sich schnell die Schärfe einer Bilderreihe prüfen. Sowohl das Blättern, als auch Zoomem und Scrollen geht sehr schnell und ohne störende Verzögerungen. Eine Überbelichtungswarnung (zu helle Bereiche blinken) wird sowohl nach der Aufnahme als auch bei der Bildwiedergabe angezeigt. Das Histogramm lässt sich live oder in der Bildanzeige einblenden.
 
Über eine eigene Taste hat man schnellen Zugriff auf die Belichtungskorrektur. Eingestellt wird die Korrektur mit dem Einstellrad, das sich rund um die 4-Wege-Taste befindet. Leider gibt das Einstell-Drehrad keinerlei haptisches Feedback, was die Einstellung etwas fummelig macht, da man nie weiß wann man weit genug gedreht hat um die Einstellung um einen Punkt zu ändern. Die Belichtungskorrektur bleibt auch nach dem Ausschalten der Kamera erhalten und wird immer deutlich im Display/Sucher angezeigt.

Beispiel

Das Einstell-Drehrad wird vielfach zum Einstellen von Parametern benutzt. z.B. auch für den Programm-Shift (Verschiebung der Blende/Zeit-Kombination bei gleichbleibender Belichtung) in der Programmautomatik. Ein Programm-Shift ist nur relativ umständlich möglich, indem erst der Belichtungsspeicher mit der Belichtungskorrektur-Taste gesetzt wird. Danach kann man mit dem Einstellungsrad die Zeit/Blende-Kombination verschieben. Die Anzeige dafür allerdings ist sehr gut gelungen! Es wird sowohl der mögliche Verstellbereich, als auch die aktuellen Lage in diesem Bereich leicht verständlich angezeigt.


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Mit der Menu-Taste wird das Menü aufgerufen, wobei sich die Kamera aber nicht den zuletzt benutzen Menüpunkt merkt. Man kann nur wahlweise ins Hauptmenü oder das MyMenu genannte benutzerdefinerte Menü springen. Das Hauptmenü unterteilt sich in die Bereiche Aufnahme, Einstellungen, Meine Kamera und MyMenu. Im Aufnahme-Menü findet man alle fürs Fotografieren wichtigen Einstelloptionen, für die sich keine eigene Taste mehr gefunden hat. z.B. wird hier auch die Arbeitsweise des optischen Bildstabilisators eingestellt, der vier Betriebsmodi kennt: permanente Bildstabilisierung, Bildstabilisierung nur beim Auslösen, Teilstabilisierung für Mitzieheffekte und Aus. Der Bildstabilisator arbeitet sehr effektiv, er bringt bei vollem Tele locker 2-3 Blendenstufen Gewinn.
Unter Einstellungen befinden sich die seltener benötigten Optionen wie Uhrzeit, Datum aber auch Formatieren. Unter 'Meine Kamera' lassen sich detailliert Startbild, und die diversen Töne definieren. Sehr gut ist, dass man alle albernen Geräusche abschalten kann, aber trotzdem den Autofokus-Piep beibehält. Im MyMenu können 5 Menüpunkte individuell angeordnet werden. Zu jeder der 3 möglichen Custom-Einstellungen, die über das Modus-Wahlrad ausgewählt werden können, gehört ein eigenes individuelles MyMenu.
 
Über die Func/Set-Taste in der Mitte des 4-Wege-Kreuzes erhält man Schnellzugriff zu den 8, auf der linken Seite des Displays angezeigtn Aufnahmeparametern, die sich dann direkt mit den 4-Wege-Tasten ändern lassen.
Die 4-Wege-Taste dient außerdem als Direktzugriffstaste für manuellen Focus, ISO-Einstellung, Makro-Modus und Aufnahmeart (Einzelbild, Serienbild, Selbstauslöser).
 
Die SX1 verfügt über 2 Varianten der ISO-Automatik: bei Auto-ISO wird die Empfindlichkeit nur so weit, wie gerade notwendig angehoben. Bei High-ISO wird mehr Priorität auf kurze Belichtungszeiten gelegt und daher die Lichtempfindlichkeit (und damit das Bildrauschen) schneller angehoben. Leider kann man in der Automatik keine Obergrenze festlegen. Immerhin wird der gewählte Wert im Display/Sucher angezeigt. Arbeitet man mit einer festen ISO-Einstellung, kann man aber auch für eine einzelne Aufnahme die ISO-Automatik nutzen. Im Menü muß man dazu zunächst 'Auto ISO Shift' aktivieren. Erscheint die Verwacklungswarnung nach dem Antippen des Auslösers, kann man dann mit einem Druck auf die, dann blau leuchtende, Direkt-Druck-Taste für diese Aufnahme den ISO-Wert automatisch erhöhen. Manuell kann man den ISO-Wert zwischen 100 und 1600 einstellen. ISO 3200 ist über ein Motivprogramm mit reduzierter Auflösung von 2 MP möglich.
 
Eine deutliche Arbeitserleichterung: im Makromodus wird der Zoombereich gekennzeichnet in dem keine Makroaufnahme mehr möglich ist und dann ggf. automatisch Makro deaktiviert.

Testfoto

Im Serienbildmodus schafft die Powershot ca. 4 Bilder/sec. - und zwar endlos bis die Speicherkarte voll ist. Das ist eine sehr gute Geschwindigkeit und erhöht deutlich die Trefferquote bei unruhigen Motiven. Der Focus und die Belichtung wird dabei aber nicht nachgeführt. Man kann auch Reihenaufnahme mit AF wählen, dann schafft sie noch ca. 1,1 Bilder/sec - führt aber auch dann nicht die Belichtung nach.
 
Der Selbstauslöser arbeitet mit den üblichen 2 und 10 Sekunden Verzögerung, kann aber zusätzlich individuell auf eine Verzögerungszeit von 0 bis 30 Sekunden und auf 1 bis 10 Aufnahmen programmiert werden. Eine weitere Variante ist der Face-Selbstauslöser, der dann aktiv wird wenn die Kamera ein neues Gesicht im Bild erkennt. Auch hier ist die Anzahl der Aufnahmen einstellbar. Sehr praktisch wenn man selber mit auf eine Gruppenaufnahme kommen möchte. Als letzte Variante kann man mit der mitgelieferten Infrarot-Fernbedienung die Kamera sofort oder zeitverzögert auslösen.
 
Mit der IR-Fernbedienung kann außerdem der Zoom und der Auslöser bedient werden. Im Wiedergabemodus hat man darüber Zugriff auf Zoom +/-, Display, Func/Set, Menu und 4-Wege-Kreuz.
 
Die Digital-Telekonverter genannte Funktion ist eine Art begrenzter Digital-Zoom. Hier wird die nachträgliche Vergrößerung fest auf den Faktor 2 bzw. 2.3 (je nach Bild-Format) eingestellt, was die Qualitätsverschlechterung etwas begrenzt. Effektiv kann man auf diese Funktion genauso wie auf den Digital-Zoom verzichten.

Testfoto

Die Canon SX1 verfügt auch über einen Kontrastausgleich (i-contrast genannt), der bereits bei der Aufnahme (automatisch) arbeitet oder aber nachträglich im Wiedergabemodus (dann automatisch oder 3stufig manuell) mit dem dunkle Bereiche aufgehellt werden können.
 
Neben Serienbildern bietet die Canon auch die Möglichkeiten Belichtungsreihen (mit 3 Aufnahmen im Bereich von +/- 2 EV) und Fokusreihen zu erstellen. Bei der Fokusreihe wird eine Aufnahme mit dem manuell eingestellen Fokuspunkt gemacht und jeweils eine weitere mit näherem und entfernterem Fokuspunkt. Wie stark der Fokus verändert wird, kann man als 'groß', 'mittel' oder 'klein' einstellen. Was sicher dahinter verbirgt, wird leider nicht näher erläutert.
 
Die Laufzeit soll mit Batterien für 160 Bilder und mit NiMh-Akkus für ca. 420 Bilder reichen. Während der Testphase habe ich ca. 500 Fotos gemacht, ohne das die Akku-Warnung erschien. Leider verfügt die SX1 über keine Akkustandsanzeige, sondern zeigt erst bei fast leerem Akku ein Warnsymbol an.
 
Das Objektiv lässt sich nicht mit Konvertern oder Filtern ausrüsten. Bei dem gebotenen Brennweitenbereich kann man problemlos auf Konverter verzichten, aber einen Filteranschluß wird der eine oder andere ambitionierte Nutzer schon vermissen.


Display / Sucher

Das Display ist sehr hell, klar und scharf. Es zeigt auch keine Blickwinkelabhängigkeit, so daß mit der Dreh- und Schwenkbarkeit eine hervorragende Ablesbarkeit gegeben ist. Bei Dunkelheit wird das Bild stark aufgehellt, fängt dafür aber auch an zu rauschen. Der Sucher dagegen enttäuscht. Wieso Canon hier nicht den besseren Sucher der billigeren SX10 verbaut hat ist mir schleierhaft. Der Sucher ist so schlecht, dass ich mehrfach erst am PC festgestellt habe, dass die Kamera nicht wie gewünscht auf das Vordergrund-Motiv, sondern auf den Hintergrund scharfgestellt hat. Andererseits fällt es mit dem Display schwerer, als mit einem Sucher, bei vollem Zoom das Motiv anzuvisieren. Daher ist ein schlechter Sucher bei einer Superzoom schwer zu verschmerzen. Der Sucher verfügt immerhin über eine Dioptrien-Verstellung, die sich etwas fummelig bedienen lässt.
 
Mit der Display-Taste wird zwischen der Anzeige auf dem Display und im Sucher umgeschaltet. Etwas lästig: zum Wechsel zwischen LCD und Sucher muss man immer erst die jeweils 2 verfügabren Anzeigearten durchschalten. Sehr gut dagegen: die Darstellung lässt sich getrennt nach Sucher und LCD für jeweils 2 Ansichten frei konfigurieren. Aufnahmeinfo, Gitternetz, 3:2-Format-Hilfsrahmen und Histogramm lassen sich getrennt ein- und ausschalten. Wird das Display zum Schutz eingeklappt, so wird automatisch auf den Sucher umgeschaltet.

Autofokus

Der Autofokus arbeitet im Weitwinkel mit 0,3 sec sehr zügig, wird aber zum Teleende hin langsamer und braucht dann bis zu 1 sec. Bei schlechten Lichtverhältnissen wird der AF durch ein grünes AF-Hilfslicht unterstützt. Dann braucht der AF etwas länger, aber findet meist immer noch rasch den Fokuspunkt.
 
Zwei eigene Tasten steuern die Arbeit des Autofokus. Mit der MF-Taste auf dem 4-Wege-Rad schaltet man ihn ab (dies kann man auch als Schärfespeicher nutzen) und kann dann manuell mit Hilfe des Einstell-Drehrads fokussieren. Dabei wird eine Entfernungsskala eingeblendet. Beim Fokussieren wird man von einer vergrößerten Ansicht des Fokuspunktes unterstützt (im Menü deaktivierbar).
 
Mit der AF-Modus-Taste kann man die Arbeitsweise des automatischen Fokus festlegen. Möglich sind hier eine Gesichtserkennung (die dann auch Belichtung und Weißabgleich auf das Gesicht optimiert), ein mittiges AF-Feld oder ein manuell verschiebbares AF-Feld, das zudem in der Größe auf einen Spot reduziert werden kann.
 
Im Menü gibt es noch eine etwas unglücklich benannte Option 'AF-Funktion: Serienbilder'. Diese hat aber nichts mit Serienbildern zu tun, sondern führt dazu das der AF auch ohne angetippten Auslöser kontinuierlich (aber langsam) versucht scharf zu stellen. Dadurch kann man den einen oder anderen Sekundenbruchteil sparen.
Die Menüoption Servo-AF führt dagegen die Schärfe nach, solange der Auslöser angetippt ist.

Bildqualität

Testfoto

Vom erstmalig von Canon in einer kompakten Digitalkamera verbauten CMOS-Sensor hatte ich mir einen Vorteil bei der Bildqualität bei höheren ISO-Werten erhofft. Dies können die Testbilder leider nicht belegen. Ab ISO 200 wird das Bild sichtbar weicher - vermutlich eine Folge der Rauschunterdrückung. Und bei ISO 400 sind, wie in dieser Klasse üblich, bereits erste Störungen erkennbar. ISO 800 zeigt dann schon ein deutliches Rauschen und würde ich daher nur noch im Notfall nutzen.
 
Aber auch bei geringeren ISO-Werten sind die Auswirkungen der Rauschunterdrückung nicht zu übersehen. Der unscharfe Hintergrund zeigt dann das typische aquarellartige Verschwimmen der Strukturen. Insgesamt kann man das Rauschverhalten aber im Klassenvergleich als gut bezeichnen. Die Vorteile des CMOS-Sensors machen sich also hauptsächlich in der hohen Serienbildgeschwindigkeit und der guten Videoeignung bemerkbar.
 
Farbsäume an kontrastreichen Kanten (z.B. Äste vor hellem Himmel) sind kaum auffällig. Vermutlich werden sie durch die Kamera intern rausgerechnet. Zum Bildrand nimmt die Schärfe leicht ab, besonders im Weitwinkel und bei offener Blende.

Fazit

Beim Fazit zur Canon Powershot SX1 IS kann man schlecht die 'Zwillingsschwester' SX10 IS ignorieren, die ca. 150 EUR günstiger ist, aber keinen schnellen CMOS-Sensor benutzt. Man zahlt für die hohe Serienbildgeschwindigkeit und die HD-Videofähigkeit also einen deutlichen Aufpreis und muss trotzdem mit einem fast unbrauchbaren Sucher leben. Wem diese beiden Eigenschaften wichtig sind, und wer nicht unbedingt mit dem Sucher arbeiten möchte, dem kann ich die SX1 IS in der Tat empfehlen. Alternativ kann man sich die Canon SX10 IS genauer ansehen.

Michael Neuhaus

Beispiele ISO-Performance

Testfoto
ISO 80 - 1:1 Crop
Testfoto
ISO 100 - 1:1 Crop
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ISO 200 - 1:1 Crop
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ISO 400 - 1:1 Crop
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ISO 800 - 1:1 Crop
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ISO 1600 - 1:1 Crop

Stand: 13.01.2009
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