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Test Image-Tank DIP Wiesel X2

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Kaufberatung Fotospeicher

Der Vorläufer des DIP Wiesel X2 war der erste mobile Fotospeicher, der unter dem Namen Image-Tank auf den Markt kam. Das DIP Wiesel ist konsequent auf den mobilen Einsatz als Fotospeicher ausgelegt und verfügt über keinerlei zusätzliche Funktionen. Es ist bei Profis recht beliebt.
 
technische Daten des DIP Wiesel X2

Verarbeitung

Prdouktfoto Das stabile, schwere Metallgehäuse enthält ein kleines Display zur Statusanzeige und jeweils an beiden Enden eine Plastikklappe. Links befindet sich das Akkufach und rechts die Bedienelemente und die Kartenschächte. Durch die Plastikklappe ist alles gut geschützt und das Gerät kann auch nicht versehentlich eingeschaltet werden. Zum Wiesel ist auch ein passendes Pelicase erhältlich, in dem das DIP Wiesel X2 staub- und wasserdicht geschützt auch härteren Einsatzbedingungen trotzt.
 
Vorbildlich ist die Stromversorgung des Wiesels gelöst: es arbeitet mit handelsüblichen AA-NiMH-Akkus, die mit dem mitgelieferten kleinen Netzteil im Gerät aufgeladen werden. Damit ist es das einzige Gerät auf dem Markt, das auch im Outdoor-Einsatz relativ kostengünstig und problemlos mit Strom versorgt werden kann.

Bedienung

Detailfoto Die Bedienung des Geräts erfolgt über einen Dreh/Drücksteller. Auf dem Display werden Status-Informationen angezeigt.
 
Schaltet man das DIP Wiesel ohne eingesteckte Speicherkarte ein, dann wird die Festplatte überprüft. Entweder bricht man diesen Vorgang mit dem Dreh/Drücksteller ab oder wartet ca. 45 sec. (bei 80GB). Anschließend kann man mit dem Dreh/Drücksteller durch die Sicherungen blättern. Dabei wird die Nummer der Sicherung, die Anzahl der Dateien und der Speicherbedarf angezeigt. Weitere Informationen bekommt man nicht. Es ist insbesondere nicht möglich durch die gesicherten Dateien zu browsen und sich die Dateinamen anzusehen. Was ich aber, ehrlich gesagt, auch bei meinem VP3610 nicht mache. Die korrekte Anzahl der Dateien sollte Indiz genug für eine vollständige Kopie sein.
 
Das DIP Wiesel X2 liest CF, SD, MMC, xD (nicht M- und H-Type) und Memory Sticks. Um eine Speicherkarte zu kopieren, legt man diese ein und schaltet dann den Image-Tank ein. Bewegt man innerhalb von 7 Sekunden nach dem Einschalten den Dreh/Drücksteller nach unten, aktiviert man die Verify-Funktion. Ansonsten werden die Daten ohne Überprüfung kopiert. Allerdings kann das Verify auch nur Fehler während des Kopiervorgangs entdecken. Sind die Bildaten schon auf der Speicherkarte defekt, sei es durch Fehler auf der Karte oder Fehler beim Schreiben des Bildes, dann stellt das Verify nur die fehlerfreie Kopie der beschädigten Datei fest und meldet keinen Fehler, da nicht die Integrität der Bilddatei überprüft werden kann.
 
Während des Kopiervorgangs wird die Nummer der Sicherung, die Anzahl der kopierten Dateien und Megabytes angezeigt. Mit dieser Anzeige und einem OK-Symbol schließt die Kopie auch ab, so das man die Anzahl der Dateien kontrollieren kann.
Sind während der Kopie Fehler aufgetreten, wird eine Fehlernummer angezeigt.

Testergebnisse

Ergebnisse auf einen Blick
Akku-Standzeit~ 26 GB
CF Fotospeicher500 MB/Min
SD Fotospeicher300 MB/Min
Fotospeicher PC457 MB/Min
PC Fotospeicher380 MB/Min
So wird getestet

 
 

Geschwindigkeit
Für das Auslesen einer 512 MB großen SD-Karte mit 144 Fotos von durchschnittlich 3.3 MB, insgesamt also 470 MB, benötigte das DIP Wiesel X2 1:34 Minuten. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 300 MB/Min.
 
Das ist eine gute Leistung, auch wenn die Möglichkeit der Speicherkarte nicht ausgeschöpft wird. In einem USB-2.0-Kartenleser erreicht die verwendete SD-Karte eine Geschwindigkeit von 850 MB/Min.
 
Mit aktiviertem Verify sinkt natürlich durch den zusätzlichen Lesevorgang die Geschwindigkeit. Mit Verify habe ich 123 MB/Min (3:50 Min) gemessen.
 
Beim Übertragen der gesicherten Dateien vom Wiesel auf den PC habe ich eine gute Geschwindigkeit von 457 MB/Min gemessen. Das Schreiben auf den Imagetank erfolgt mit ca. 380 MB/Min.
 
Mit schnellen CF-Karten soll das DIP Wiesel X2 laut Hersteller 500 MB/Min erreichen. Das konnte ich leider nicht überprüfen.
 
Akku
Die Akkulaufzeit ist absolut unkritisch. Ich habe während des Testzeitraums mehrere Gigabyte an Daten hin- und herkopiert und die Akkustandsanzeige zeigte auch nach mehreren Tagen immer noch 100% an. Damit scheint das DIP Wiesel X2 tatsächlich für einen mehrtägigen Einsatz abseits einer geregelten Stromversorgung geeignet zu sein.

Fazit

Das DIP Wiesel X2 ist einer der schnellsten Image-Tanks, die ich bisher getestet habe. Die Bedienung ist auf ein absolutes Minimum reduziert, somit besteht kaum die Gefahr einer Fehlbedienung.
In der Verbindung mit dem Pelicase ist es von allen Fotospeichern am Besten für einen längeren Outdoor-Einsatz geeignet.

Michael Neuhaus


Stand: 14.01.2008