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Test Datenfernzugriff mit iTwin

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iTwin ist eine revolutionäre, neue Lösung zum einfachen Übertragen von großen Dateimengen und zum Fernzugriff auf einen anderen PC. Diese Lösung ist so genial und neu, das es noch keinen Namen dafür gibt. iTwin besteht aus zwei Hälften, die über eine spezielle Steckverbindung miteinander gekoppelt werden und über je einen USB-Anschluß verfügen. Nachdem man den gekoppelten iTwin an einen PC angeschlossen hat, trennt man die beiden Hälften voneinander und kann die andere Hälfte an einen anderen PC anschließen. Die beiden iTwin-Hälften stellen dann über das Internet eine verschlüsselte Verbindung zwischen den beiden PCs her. Das tolle an dieser Lösung ist, das man keine besondere Software braucht; man benötigt kein Fachwissen über Netzwerke; man muss seine Daten keinem Dienstleister anvertrauen. Schauen wir mal, ob das Produkt diese Versprechen tatsächlich einlösen kann.
 
Lieferumfang:

Systemvorraussetzungen:

Verarbeitung

Das Gehäuse des iTwin besteht aus eloxiertem Aluminium in anthrazit oder hellgrün und wirkt sehr hochwertig. Die Steckverbindung zwischen den beiden Hälften rastet sauber ein und ist mit einem einfachen Handgriff wieder lösbar. Etwas unschön finde ich, das die Steckkontakte im getrennten Zustand offen liegen. Aber ansonsten ist es ein schöne Stück Hardware - der iTwin hat sogar den Designpreis reddot design award 2011 bekommen. Er wiegt nur 50g und hat die Abmessungen 80 x 21 x 90 mm.

Bedienung

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Der gekoppelte iTwin wird in einen USB-Port des PCs gesteckt. Dabei wird ein CD-Laufwerk erkannt, von dem (bei aktiviertem Autostart) die iTwin-Software automatisch installiert wird. Hierzu sind Admin-Rechte erforderlich. Der spätere Betrieb klappt auch mit eingeschränkten Rechten. Die Software ist über ein Icon im System-Tray neben der Uhr erreichbar. Bei der Installation synchronisieren sich beide Hälften auf einen gemeinsamen Sicherheitsschlüssel. Danach können die beiden Hälften getrennt werden. Steckt man die iTwin-Hälfte in einen PC, öffnet sich ein Dialogfenster in das man beliebige Dateien, Ordner oder ganze Festplatten ziehen kann. Diese Daten werden nicht kopiert, sondern nur zum Austausch zur Verfügung gestellt. Auf jedem beliebigen anderen PC, an den die andere Hälfte angeschlossen ist, kann man nun auf die Daten zugreifen: sie lesen, schreiben, ändern. Man kann auch auf dem zweiten PC Daten zum Austausch freigeben und so wechselweise von beiden PCs auf alle Daten zugreifen. Jede Aktion wird durch ein kleines Fenster oder einen Hinweis im System-Tray angezeigt. So bekommt man sofort mit, ob der Remote-Computer aktiv wird oder die Verbindung wieder beendet wird.

Ordneransicht

Die Verbindung funktioniert solange, wie beide PCs mit dem Internet verbunden sind und die Firewall gesicherte HTTPS-Verbindungen zulässt. Der Austausch der Daten erfolgt über das Internet mit Hilfe von Relay-Servern der Firma iTwin. Die Daten unterliegen dabei einer hardwaregestützten 256-Bit-AES-Verschlüsselung. Somit kann kein Fremder Zugriff auf die eigenen Dateien erhalten. iTwin selber enthält keinen Speicher und keine Übertragungstechnik wie WLAN oder UMTS. Es wird immer die Internetverbindung der beiden beteiligten PCs genutzt. Daraus resultiert dann auch die erzielbare Übertragungsgeschwindigkeit.
 
Verliert man eine Hälfte des iTwin kann der Finder auf die freigegebenen Daten zugreifen - bis man die andere Hälfte vom PC abzieht. Man kann die Verbindung zusätzlich mit einem Passwort sichern und man kann über die Website von iTwin die Verbindung beenden. Dann ist die verlorene Hälfte für den Finder (oder ggf. einen Dieb) wertlos.
 
iTwin ähnelt ein bisschen dem aktuell stark propagierten Arbeiten in der 'Cloud'. Aber im Gegensatz zur Speicherung aller seiner Daten im Internet muss man hier seine Daten keinem Fremden anvertrauen und man muss auch keine monatlichen Gebühren zahlen. iTwin kann man sogar von einem öffentlichen PC z.B. im Internet-Cafe aus ohne Sicherheitsrisiko nutzen, weil alle ggf. angelegten temporären Dateien nach dem Abziehen des iTwin gelöscht werden.
 
Eine interessante Anwendung für Fotografen: man kann mit einem kleinen Netbook unterwegs die Digitalkamera auslesen und über die iTwin-Verbindung die neuen Fotos sofort auf den heimischen PC kopieren. Bevor man überhaupt zuhause ist, hat man bereits eine Sicherheitskopie der Daten. Nachteilig bei dieser Lösung ist der ständig eingeschaltete Home-PC (mit eingeloggtem User!) und das benötigte Volumen für die Datenübertragung, welches im Ausland (oder bei UMTS auch im Inland) recht kostspielig werden kann.

Fazit

Eine sehr interessante Lösung für den Remote-Zugriff von einem PC auf den anderen. Auf jeden Fall eine Alternative zum Internet-Dienst oder zum USB-Stick, die man in Betracht ziehen sollte.

Michael Neuhaus


Stand: 28.03.2011
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