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Test Objektiv Sony SAL-35F18 DT 35 mm F1,8 SAM

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technische Daten

Das Sony SAL-35F18 DT 35 mm F1,8 SAM ist eine Festbrennweite mit 35mm für Crop-Kameras. Dies entspricht einer KB-äquivalenten Brennweite von 53mm. Mit einer größten Blende von 1.8 ist es sehr lichtstark. Diese Kombination prädestiniert es für Portrait- und Innenaufnahmen. Das Objektiv ist mit einem AF-Motor ausgestattet. Mit einem Schiebeschalter kann auf MF umgestellt werden.
 
Lieferumfang:


Verarbeitung

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Das Objektiv ist unglaublich leicht (nur 170g) und klein (70 x 52 mm). Besonders mit einer kleinen Kamera wie der alpha 33 oder alpha 55 erhält man damit eine sehr handliche Kombination. Ein Tribut an diese Leichtigkeit ist das Kunststoff-Bajonett. Dies kann man angesichts des Preises aber leicht verschmerzen.
 
Die Frontlinse dreht sich beim Fokussieren nicht mit, was die Verwendung von Filtern erleichtert. Allerdings dreht sich der Fokusring mit der Entfernungsskala mit. Man muß also aufpassen wo man das Objektiv festhält. Im manuellen Fokusbetrieb lässt sich die Schärfe leicht einstellen.
 
Die Blende kann in Drittel-Blendenstufen zwischen 1.8 und 22 eingestellt werden. Das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 55mm.

Testergebnisse

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Einer der wichtigsten Punkte bei einem lichtstarken Objektiv, das zum kreativen Spielen mit der Unschärfe einlädt, ist das Bokeh. Darunter versteht man die Abbildung der unscharfen Bereiche und wird von der Ausführung der Blende beeinflusst. Dies kann man kaum von den technischen Daten eines Objektivs ableiten. Das Sony 35mm zeigt ein sehr schönes, weiches Bokeh.


Bei lichtstarken und weitwinkligen Objektiven ist immer die Randschärfe kritisch. Hier ist oft ein Schärfeabfall oder sogar eine deutliche Unschärfe feststellbar. Das Sony 35mm macht da keine Ausnahme. Aber der Schärfeabfall ist relativ gering. Im Nahbereich sogar sehr gering.

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Dafür fällt bei Offenblende eine deutliche Vignettierung auf. Die Helligkeit fällt zu den Rändern bis zu einer Blende ab. Besser wird es beim Abblenden auf 2.2, gut ist es spätestens bei f2.8. Normalerweise stört der Helligkeitsabfall nicht, weil f1.8 sowieso aufgrund der geringen Schärfentiefe zur Konzentration aufs Hauptmotiv führt. Die Abschattung verstärkt den Effekt noch. Man muß nur bei der Belichtung aufpassen. Bei Mehrfeld-Messung neigt die Kamera durch die Randabschattung zur Unterbelichtung. Besser arbeitet man dann mit mittenbetonter Messung.

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Bei Offenblende ist eine leichte Neigung zu chromatischen Abberationen (CA, lila Farbsäume) zu beobachten. Aber dies ist nicht sehr ausgeprägt und für f1.8 nicht zu beanstanden.
 
Was ich nicht erwartet habe ist die relativ gute Eignung der Linse für Nahaufnahmen. Für 'Blümchenmakros' ist sie gar nicht schlecht. Die Naheinstellgrenze beträgt 23 cm.


Fazit

Das Sony 35mm/f1.8 ist hervorragend als Normalobjektiv geeignet. Das Objektiv verbindet Kompaktheit und ein gutes Preis/Leistungsverhältnis mit einer hohen Lichtstärke.

Michael Neuhaus


Stand: 21.03.2011
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