
In der heutigen Fotografie-Welt, in der Kamerahersteller zunehmend auf das Beilegen eines Ladegeräts verzichten, sind externe Lösungen wichtiger denn je. Das Hähnel ProCube 3 verspricht nicht nur schnelles und effizientes Laden von Kameraakkus, sondern bietet auch eine Vielzahl an wechselbaren Ladeschalen, die es zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Fotografen machen.
Mit der Möglichkeit, zwei Kameraakkus gleichzeitig zu laden, einem hochwertigen LCD-Display zur Anzeige der Ladekapazität und einem integrierten USB-Anschluss zum Laden weiterer Geräte hebt sich das ProCube 3 von der Konkurrenz ab. Dank des USB-C-Anschlusses mit Power Delivery (PD) 3.0 und den wechselbaren Akku-Ladeschalen ist es zudem zukunftssicher und flexibel einsetzbar.
Lieferumfang:
technische Daten:
Der ProCube 3 besteht aus einem massiven Metallgehäuse, das in einer markenspezifischen Farbe lackiert ist. Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig und macht den Eindruck das der ProCube auch dem harten Alltag eines Reisefotografen wiederstehen kann.
Die Adapterplatten für die verschiedenen Akku-Typen sind aus Kunststoff, machen aber auch keinen zerbrechlichen Eindruck. Die Ladeschale für AA-Akkus werden durch Magnete auf der Oberseite des ProCube befestigt. Falls man aber mehrere Kameras nutzt und sich dadurch verschiedene Akku-Typen angesammelt haben, dann gibt es leider keine integrierte Transportmöglichkeit für die verschiedenen Adapterplatten.
Ebenso muss man USB-Kabel und Ladegerät separat verpacken. Zum Ladegerät die wichtige Anmerkung, das keins im Lieferumfang enthalten ist. Allerdings hat heutzutage jeder technikaffine Mensch mindestens ein USB-C-Ladegerät für das Handy oder den Laptop dabei.
Der ProCube kann mit jedem USB-C-Ladegerät betrieben werden, das mindestens 10W liefert. Besser ist es allerdings ein Ladegerät mit mindestens 30W einzusetzen. Logischerweise kann der ProCube nur so schnell laden, wie das Ladegerät auch an Power liefern kann.
Der ProCube3 zeigt auf einem kleinen, monochromen Display, den aktuellen Betriebszustand an. Man kann 1 oder 2 Kamera-Akkus laden. Dann wird für jeden eingesteckten Akku der aktuelle Ladestand angezeigt und wechselweise mit wieviel mAh gerade geladen wird. Dadurch hat man eine klare Information über den Ladefortschritt. Je nach Kapazität des Akkutyps dauert eine komplette Ladung zwischen 60 und 120 Minuten. Hähnel gibt an, das 300mAh bereits in 15 Minuten nachgeladen sind, was durchschnittlich für 150 Fotos reichen soll.
Das Ladegerät hat keine Einstellmöglichkeiten, daher ist die Bedienung auch sehr unkompliziert. Sobald das Gerät mit einem USB-Netzteil verbunden ist, ist es betriebsbereit.

Wird ein Gerät am USB-A-Anschluß angeschlossen, wird es mit bis zu 2A mit Strom versorgt. Damit kann man dann zum Beispiel sein Smartphone laden, während dessen Ladegerät den ProCube betreibt. Man muß nur bedenken das man dann ggf. ein passendes USB-A auf USB-C Ladekabel benötigt. Und mit 2A findet natürlich kein Schnell-Laden statt. Aber ich finde diese Möglichkeit immer noch besser als ein weiteres Ladegerät mitnehmen zu müssen.
Sobald ein Kamera-Akku in die kameraspezifische Ladeschale eingesteckt wird, startet der Ladevorgang und wird auf dem Display angezeigt. Man dabei flexibel zwischen 1 und 2 Akkus laden. Das ist auch im stationären Betrieb sehr praktisch, da man dann immer geladene Akkus auf Vorrat hat.
Hat man verschiedene Akku-Typen im Einsatz, dann kann man die Ladeschale einfach austauschen. Das funktioniert auch über verschiedene Kamera-Hersteller hinweg. Die ProCubes unterscheiden sich nur durch ihre Farbgebung, aber der Canon ProCube kann auch eine Nikon-Ladeschale aufnehmen und andersrum. Der ProCube3 kann auch mit den Ladeschalen des Vorgängers ProCube2 betrieben werden. Eine Ladeschale kostet je nach Typ zwischen 10€ und 20€.
Was ich etwas umständlich finde, ist das Entriegeln der Ladeschale. Um diese zu demontieren, muss man mit einem kleinen Entriegelungswerkzeug, ähnlich wie beim SIM-Kartenslot eines Handys, die Verriegelung lösen. Wenn man dieses Werkzeug nicht dabei hat, muss man sich eine Büroklammer passend zurecht biegen. Hier wäre eine werkzeuglose Lösung besser gewesen. Der Tausch der Adapterplatten und das Verriegeln klappt dann ohne Werkzeug. Durch die klare Kennzeichnung ist dieser Vorgang kinderleicht.
Falls man für weitere Geräte noch AA-Akkus im Einsatz hat, dann kann man auch diese mit dem ProCube3 laden. Allerdings nicht gleichzeitig mit den Kamera-Akkus, denn die Ladeschale für die AA-Akkus wird magnetisch auf der Oberseite des ProCube befestigt. Weiterer Nachteil ist, das immer genau 4 Akkus eingelegt werden müssen und es zu deren Ladestatus auch keine detaillierte Anzeige gibt. Dies ist also eher eine Notlösung für unterwegs.
Insgesamt bin ich aber doch begeistert von dem ProCube3. Ja, das Gerät ist nicht billig, aber in einem Marktumfeld wo man sich regelmäßig über schlechte China-Ware ärgern muss, ist dies man wieder ein erfreuliches Beispiel guter Ingenieurskunst. Das Gerät ist wirklich wertig verarbeitet und sowohl im Fotostudio ein Hingucker als auch unterwegs ein robuster Begleiter. Ich mag vor allem die Idee der austauschbaren Adapterplatten, was letztlich zu einer nachhaltigeren Nutzung führt.
Daher eine klare Empfehlung.
Michael Neuhaus
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Stand: 10.03.2025
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